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Bibelübersetzung

Ist jede Bibel autorisiert?

<b>Bibeln gibt es viele.</b> Ob alle Übersetzungen überzeugen ist eine andere Frage. Foto: Archiv

Bibeln gibt es viele. Ob alle Übersetzungen überzeugen ist eine andere Frage. Foto: Archiv

Schallblech hat folgende Frage: "Bibel übersetzen. In UK wird ab und an eine moderne Bibelübersetzung vorgestellt. Wer überwacht das eigentlich? Die Bibelgesellschaft? Darf jeder, der sprachlich und fachlich dazu in der Lage ist, einfach die Bibel übersetzen und herausgeben? Oder vergibt irgendjemand (Bibelgesellschaft?) den Auftrag dazu?

Also was mich angeht: Für mich gehört Luthers Sprache einfach zum Bibellesen dazu. Mit der modernen Sprache kann ich in dem Zusammenhang nichts anfangen."

Harald hat Folgendes herausgefunden: Es ist heute selbstverständlich, dass eine Bibelübersetzung aus den biblischen Originalsprachen angefertigt wird, also für das Alte Testament aus dem hebräischem und das Neue Testament aus dem griechischen.

Die hier weiter unten aufgeführten Übersetzungen werden von den Kirchen bzw. Bibelgesellschaften verantwortet und bürgen für Qualität.

Darüber hinaus kann jeder Mensch – wenn er die Ursprache beherrscht – eine eigene Bibelübersetzung anfertigen. Ob er dafür einen Verlag findet ist eine andere Sache. Auf jeden Fall steht fest: Die Deutschen sind Weltmeister im Bibelübersetzen. Ungefähr 40 verschiedene Übersetzungen sind auf dem Buchmarkt erhältlich.

Man muss zwischen „kirchenamtlichen“, „kommunikativen“, „philologischen“ und „neuen“ Bibelübersetzungen unterscheiden. Zu den „kirchenamtlichen“ gehören auf evangelischer Seite die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers und auf katholischer Seite die“ Einheitsübersetzung“.

Zu den kommunikativen Übersetzungen gehören die „Gute Nachricht Bibel“ und „Hoffnung für alle“. Erstere ist im Auftrag und Verantwortung der evangelischen Bibelgesellschaften und katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienen; die zweite hat große Akzeptanz im Bereich der Evangelischen Allianz.

Zu den philologischen Übersetzungen gehört neben der Elberfelder Bibel (2006) die Zürcher Bibel (Neufassung 2007), die Übersetzung der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich.
Schließlich gibt es neuere Bibelübersetzungsprojekte und zwar die neue Genfer Übersetzung (Neues Testament). Sie ist eine kommunikative Übersetzung, die zugleich bewusst auf die Form des Grundtextes achtet. Das andere ist die BasisBibel (Neues Testament). Die BasisBibel ist die erste Bibelübersetzung, die den sich wandelnden Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird, in dem sich das Internet zum neuen Leitmedium entwickelt.

Dieser Beitrag wurde am 29.3.2011 um 14.15 Uhr veröffentlicht.

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