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Georg Friedrich Händel

Neuerscheinungen zum Jubiläum

Der junge Georg Friedrich Händel. Foto: Händel-Festspiele

Der junge Georg Friedrich Händel. Foto: Händel-Festspiele

Aus Anlass des 250. Todestages am 14. April ist eine ganze Reihe neuer Bücher über Georg Friedrich Händel erschienen, vor allem Biografien. Hier eine Auswahl:

Zu den lesenswerten Biografien gehört die von Georg Binder. Unter dem Titel „Georg Friedrich Händel“ erzählt der Autor die Geschichten des „Star“-Komponisten mit ungeheurer Schaffenskraft, der zu Lebzeiten gefeiert wurde, aber auch Rückschläge und wirtschaftliche Einbrüche erleben musste und schließlich völlig erblindete (dtv, 260 Seiten, 14,90 Euro).

Aus der Feder von Werner Pieck stammt eine jetzt in überarbeiteter Fassung vorliegende Biografie, die Händel in seiner Zeit zeigt, einer Epoche, in der sich die europäischen Mächte in blutigen Schlachten bekämpften. In seinem Buch zeigt Pieck das Kind Georg Friedrich Händel bei nächtlichen Übungen am Klavichord im elterlichen Haus in Halle an der Saale, Händels gefeiertes Operndebüt in Hamburg und sein späteres Leben in seiner Wahlheimat London (Europäische Verlagsanstalt, 288 Seiten, 16,90 Euro).

„Ein abenteuerliches Leben im Barock“ heißt die umfassende romanhafte Händel-Biografie von Uwe Neumahr (Piper Verlag, 368 Seiten, 22,95 Euro). Sein Buch ist ebenso spannend wie kenntnisreich und zeigt die ansonsten eher unbekannten Seiten des Komponisten und Weltbürgers, dessen „wildes Leben“ geprägt war von Triumphen, Intrigen, Pleiten und Zusammenbrüchen.

Ebenfalls einen biografischen Roman hat Paul Barz vorgelegt (Gütersloher Verlagshaus, 318 Seiten, 22,95 Euro). Barz schildert Georg Friedrich Händel als einen Mann, der sich mit großem Ehrgeiz aus den Fesseln seines bürgerlichen Elternhauses in Sachsen befreite und sich bis in die Opernmetropole London vorkämpfte. Dass Händel durchaus auch seine schwierigen Seiten hatte, verschweigt Barz nicht. Dabei entsteht in Romanform ein spannendes Portät des Komponisten.

Wer nicht ganz so viel lesen und auf romanhafte Ausschmückungen verzichten möchte, ist mit der „BasisBiographie“ von Peter Overbeck (Suhrkamp, 160 Seiten, 7,90 Euro) oder der Biografie in der Beck’schen Reihe „Wissen“ von Dorothea Schröder (Beck Verlag, 128 Seiten, 7,90 Euro) gut bedient.

Händel, so heißt es, habe so viele Noten geschrieben wie Bach und Beethoven zusammen. Seine Produktivität, sein aufbrausender Charakter und sein Fassungsvermögen, was Speis und Trank angeht, liefern Stoff für die Anekdoten von Eleni Pavlidou (Eulenspiegel Verlag, 128 Seiten, 9,90 Euro).

Um Händels „Messias“ geht es in zwei Neuerscheinungen. Till Sailer erzählt, wie das Oratorium entstanden ist, und andere Geschichten aus dem Leben des Komponisten (Brunnen Verlag, 176 Seiten, 8,95 Euro). „Die Geschichte eines Meisterwerkes“ ist unter der Überschrift „Händels großes Halleluja“ erschienen (Hänssler Verlag, 108 Seiten, 12,95 Euro). In dem kleinen Bildband, der eine CD mit den bekanntesten Stücken aus dem „Messias“ enthält, erzählen Experten aus verschiedenen Perspektiven von der Entstehung eines Jahrhundertswerks, darunter der Schriftsteller Stefan Zweig, und der Musikwissenschaftler Gordon Paine.

Ein musikalisches Bilderbuch für Familien und Kinder ab sechs Jahren hat Lene Mayer-Skumanz zum Händel-Jubiläum vorgelegt (Betz Verlag, 32 Seiten, 19,95 Euro). Die Autorin erzählt die wichtigsten Ereignisse im Leben des Barock-Komponisten Georg Friedrich Händel. Das Buch enthält eine CD mit einer Auswahl der bekanntesten Kompositionen.

Dieser Beitrag wurde am 7.4.2009 um 13.00 Uhr veröffentlicht.

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