Theodor Roller
Kreuz oder Hakenkreuz

„Als Christ nenne ich Sie einen Lügner und als Deutscher den größten Volksschädling, der je deutschen Boden betreten hat“.
Diese Zeilen schreibt Theodor Roller am 25. Januar 1939 an Adolf Hitler. Eine Lebensgeschichte des Christen und Nazigegners hat jetzt Hans-Joachim Lang vorgelegt. In seiner Jugend ist Theodor Roller gern gesehenes Mitglied der Hitlerjugend und dort aufgrund seines Zahlenverständnisses in verantwortungsvoller Position.
Aber der junge Mann ist auch Mitglied des CVJM. Allmählich nimmt die Nazi-Ideologie scharfe antichristliche Konturen an und Roller stellt sich die Gewissenfrage – Kreuz oder Hakenkreuz.
In seinem Buch erzählt Hans-Joachim Lang die wahre Geschichte eines überzeugten Christen, der gegen Hitler aufbegehrte. Mit nur 24 Jahren wurde Theodor Roller verhaftet und in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, weil er sich gegen die „Vergottung des Vaterlandes“ aussprach.
Spannend und beeindruckend zugleich erzählt Lang die Geschichte des Tübinger Buchhalters, der aufgrund seines Glaubens und seines Verstandes in der Zeit des deutschen Nationalsozialismus klarsieht. Und gerade deswegen von den Machthabern für verrückt erklärt wird. con
Dieser Beitrag wurde am 29.4.2009 um 11.19 Uhr veröffentlicht.
| Infos: |
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Hans-Joachim Lang: Als Christ nenne ich Sie einen Lügner. Theodor Rollers Aufbegehren gegen Hitler. Hoffmann und Campe Verlag, 228 Seiten, mit 60 Fotos, 22 Euro. |
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