Bildband
Begegnungen in Zehntelsekunden
Ein Obdachloser in Herford. Straßenkinder im Kongo. Eine Beerdigung in Griechenland.
Der Bildband „Begegnungen – Momente zwischen Fotografie und Wort“ lädt dazu ein, Menschen aus aller Welt zumindest für die Dauer einer Bildaufnahme kennen zu lernen. In dem Bestreben, den Blick der Betrachter zu ihren Mitmenschen zu schärfen, vereinen die Autoren des vor kurzen erschienenen Bandes in diesen stillen Momenten verschiedene Kulturen und Lebensgeschichten.
Die Schwarz-weiß-Fotos werden ergänzt durch Literaturzitate und eine Einführung des Schriftstellers und Journalisten Günter Wallraff. Sie möchten Distanzen überwinden und Berührungen möglich machen, die über den Moment der Fotografie oder die Dauer des Lesens dieses Buches hinausgehen.
„Wir wollen sehen, ob wir, wenn wir die gleichen Fotos anschauen, das gleiche empfinden“, sagte einmal die Schriftstellerin Virginia Woolf. Dieses Zitat hat ebenfalls Eingang in das Buch gefunden.
Die Antwort lautet, das sieht auch Autor Michael Helm in seinem Vorwort so, nein. Trotzdem hält er es für wertvoll, wenn ein Foto Empfindungen weckt. Und das ist hier auf jeder einzelnen Seite der Fall.
Entstanden ist ein Bildband, der seine Wirkung nicht verfehlt, sondern den Leserinnen und Lesern mit jedem Bild und jedem Zitat eine besondere Begegnung ermöglicht. jcp
Dieser Beitrag wurde am 6.5.2009 um 00.00 Uhr veröffentlicht.
| Infos |
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Jürgen Escher / Michael Helm / Björn Pollmeier: Begegnungen – Momente zwischen Fotografie und Wort. Bonifatius Druck Buch Verlag, 80 Seiten, 24,90 Euro. |
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