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Pop-Oratorium

Sing mit den Champions!

<b>Der Meister und die Macher</b>: Dieter Falk (mitte) bringt »Die 10 Gebote« auf die Bühne. Organisation: Creative Kirche (links: Ralf Rathmann, rechts: Martin Bartelworth). Foto: gmh

Der Meister und die Macher: Dieter Falk (mitte) bringt »Die 10 Gebote« auf die Bühne. Organisation: Creative Kirche (links: Ralf Rathmann, rechts: Martin Bartelworth). Foto: gmh

Was dem Deutschen Fußball der Pokalwettbewerb, das ist für Kirchenchöre das neue Pop-Oratorium »Die 10 Gebote«: die Möglichkeit, auch als Amateur ganz oben mitzuspielen - bei den Champions.

Wow! Der Mann ist eine Granate: Dieter Falk, Musikproduzent (Pur, Pe Werner, Monrose, Milva, Daliah Lavi), dreimal hintereinander Keyboarder des Jahres, Jury-Mitglied einer großen TV-Castingshow. Und jetzt lädt er Kirchenchöre ein: Singt mit mir! 1500 Sängerinnen und Sänger sollen mitmachen.

»Die 10 Gebote« heißt das Pop-Oratorium, das er zurzeit als Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr im Ruhrgebiet komponiert. Das Ganze soll in der Westfalenhalle in Dortmund uraufgeführt werden (15.000 Plätze). Deshalb braucht der Meister für die Premiere im Januar 2010 noch jede Menge manpower auf der Bühne. "Ganz großes Musikkino für die ganze Familie", soll es werden, verspricht der Künstler. Die Texte liefert der deutsche "Musical-Papst" Michael Kunze ("Elisabeth", deutsche Versionen von "Mamma Mia", "Cats", "Phantom der Oper").

Orchester werden dabei sein, Profi-Solisten, Bühnen-Show vom Feinsten. Vor allem aber: "Chöre!", schwärmt Falk. Bis zu 1500 Sängerinnen und Sänger sollen in der Westfallenhalle eine gewaltige Version von Krieg und Frieden, Liebe und Hass, Leid und Erfüllung singen und spielen.

"Die 10 Gebote sind auch heute noch aktuell", erklärt Karin Moskon-Raschick, Landeskirchenrätin aus Bielefeld, warum sich auch die evangelischen Kirchen in Westfalen und im Rheinland an dem Projekt beteiligen. "Die Gebote sind nicht nur Regeln, sondern auch Teil der liebevollen Zuwendung Gottes zu den Menschen", so Moskon-Raschick. "Und uns überzeugt das Konzept, dass möglichst viel Basisbeteiligung hergestellt werden soll", sagt die Kirchenrätin.

Will heißen: Aufgerufen sind alle Chöre, die bereit sind, die geplanten 14 Lieder des Oratoriums in der Zeit vom September bis Dezember einzustudieren. Der Aufruf richtet sich an Kirchenchöre, aber nicht nur. Auch andere Chöre können mitmachen. Anmelden können sich auch Einzelpersonen - wenn sie singen können.

Für eine Teilnahmegebühr von 39 Euro erhält jedes Chormitglied Anfang August das Notenmaterial und eine Übungs-CD. Die organisatorische Durchführung des Großprojektes liegt bei der "Creativen Kirche" Witten.

Und Dieter Falk? Zuhause hat er über 50 Platin- und Goldplatten an der Wand. Statt "Lena" und "Kribbeln im Bauch" heißt es nun: Mose und der Kampf gegen Pharao. Warum? "Die Bibel bietet doch jede Menge guter Storys", meint Falk, "Action. Spannung. Lovestory." Daraus lässt sich schon etwas machen. "Man muss es nur in Sprache und Lebensgefühl der heutigen Zeit übersetzen", ist der Musikprofi überzeugt. Außerdem, so Falk, liege über der ganzen Mose-Geschichte die "ganz, ganz große Liebesgeschichte: Gottes Weg mit den Menschen".

250.000 Euro soll das Projekt kosten. Dieter Falk, dessen musikalische Karriere in einem Kirchenchor im Siegerland begann ("meine Mutter war die Chorleiterin"), erhält "ein Freundschaftshonorar", so Falk ("meine üblichen Preise könnte sich die Kirche nicht leisten").

Wenn die Westfalenhalle im Januar 2010 voll sein sollte, dürfte der größte Teil der Kosten bereits eingespielt sein.

Infos und Anmeldung unter www.die10gebote.de


Artikel wurde geschrieben von gmh

Dieser Beitrag wurde am 21.1.2009 um 17.32 Uhr veröffentlicht.

Tondokument: Hörbeispiel: Der Prolog der »0 Gebote«.
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Kommentare lesen
wasmann schrieb am 07.04.2009 11:22:

Imposantes Introitus (Eingangsmusik) aber sonst...?
Nee, ist nicht meine Musik. Viel Technik, zu laut. Die Solisten komme nicht an gegen die Musik.
Also, was daran nun aussergewöhnlich sein soll......

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