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»Juden- und israelfeindlich«

Christlich-jüdische Gesellschaften rügen Beitrag im Pfarrerblatt

www.deutsches-pfarrerblatt.de/

www.deutsches-pfarrerblatt.de/

Die Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit haben einen Beitrag im »Deutschen Pfarrerblatt« als »juden- und israelfeindlich« gerügt.

Vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, erwarte man eine »klärende Stellungnahme«, teilte der Dachverband von mehr als 80 christlich-jüdischen Gesellschaften mit. In einem Schreiben an Schneider sprechen Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates von »schwerwiegenden Bedenken und ernsten Rückfragen«, die der Beitrag im Pfarrerblatt hervorrufe.

Der Aufsatz im Pfarrerblatt plädiere mit »vorgeblich christlich-theologischen Argumenten« für eine Absage an die theologisch begründete Solidarität mit Israel, heißt es in der Stellungnahme des Koordinierungsrates.

Überdies werde die Rechtmäßigkeit der Gründung Israels bezweifelt sowie der Vorwurf erhoben, vor der Staatsgründung habe Israel palästinensisches Land »geraubt«.

In dem Beitrag des Pfarrerblattes werde zudem der rheinische Synodenbeschluss zum Verhältnis von Christen und Juden aus dem Jahr 1980 als »theologisch fragwürdiger Versuch, Schuld zu kompensieren« gewertet, kritisieren die Gesellschaften.

In der Erklärung der rheinischen Synode hieß es: »Wir glauben die bleibende Erwählung des jüdischen Volkes als Gottes Volk und erkennen, daß die Kirche durch Jesus Christus in den Bund Gottes mit seinem Volk hineingenommen ist.« Der Beschluss der rheinischen Landessynode gilt als Meilenstein für den christlich-jüdischen Dialog.

Mehrere Landeskirchen beschlossen ähnlichen Erklärungen oder änderten ihre Verfassungen. epd

Dieser Beitrag wurde am 24.8.2011 um 07.46 Uhr veröffentlicht.

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Schallblech schrieb am 24.08.2011 08:32:

Ich finde, diese Stellungnahme war längst überfällig. Ich konnte nie verstehen, daß meine Kirche Israel immer nur mit dem einen, schuldbeladenen Auge sieht und die Schuld der israelischen Politik, das Leid der arabischen Bevölkerung, nicht sehen wollte. Ein ganz wichtiger Kernsatz ist für mich: "Die Palästinenser sind Opfer von Opfern".
Auch hatte man offenbar vergessen, daß die Nachfahren der ersten Gemeinde Jesu Christi auch zu den ermordeten, vertriebenen, bestohlenen und stets benachteiligten Menschen der Region gehören. Der Anteil der Christen ist dramatisch geschrumpft, vor allem durch Auswanderung mangels Perspektive im Heimatland.
Ich bin froh, daß jetzt ein anderer Weg eingeschlagen wird.

Die Wahrheit zu sagen schließt ja Solidarität mit Israel nicht aus. Unter Freunden muß man sich die Wahrheit sagen können, sonst ist die Freundschaft nichts wert. Vor allem wird dauerhafte Sicherheit in Israel durch Unterdrückung NIE zu erreichen sein. Es geht nur zusammen.
Ich empfehle ganz dringend die Texte des Friedensaktivisten Uri Avnery. Ich durfte ihn vor einem jahr persönlich kennen lernen. er ist ein kluger und weitsichtiger Mann.
http: //www.uri-avnery. de/texte-von-uri-avnery

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