Schneider: »Kirchenmusik erhalten«
Bundesweite Musik-Stafette gestartet
Zum Auftakt des Themenjahrs »Musik und Reformation 2012« hat der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, »besondere Anstrengungen« zum Erhalt der Kirchenmusik gefordert.
Die evangelische Kirche hat der Musik 2012 ein Themenjahr gewidmet. Neben der bundesweiten Konzert-Stafette »366+1 - Kirche klingt« startete am Neujahrstag auch eine Musikstafette der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie seien notwendig, um ein möglichst breites kirchenmusikalisches Angebot auch künftig sicherzustellen, sagte Schneider.
Trotz zurückgehender Finanzen gelte es, die Musik als ein »kostbares Gut« zu pflegen.
Mit einem Festgottesdienst in Augsburg eröffnete die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Neujahrstag eine bundesweite Musikreihe. Die rheinische Kirche startete ihre Stafette durch die Kirchenkreise in Solingen.
Vizepräses Petra Bosse-Huber hob zum Auftakt die heilsame und Gemeinschaft stiftende Wirkung der Musik hervor. »Musik und Lieder reden an, rütteln auf, trösten und ermutigen. Sie sind das Medium der guten Botschaft«, sagte die Theologin.
Das Projekt »366+1 - Kirche klingt« ist Teil des Kirchenmusikjahrs aus Anlass des Lutherjubiläums 2017.
2012 soll an jedem Tag ein Konzert oder Musikgottesdienst in einer anderen evangelischen Kirche in Deutschland stattfinden. Das 930.000 Euro teure Projekt wird den Angaben zufolge aus staatlichen Mitteln, von den beteiligten Kirchengemeinden, einer Spendensammlung sowie von der EKD finanziert.
Beendet wird die Konzertreihe, die auch das französische Straßburg einschließt, mit einem Konzert am Silvestertag im sächsischen Zittau.
Die Bezeichnung »+1« verweist auf ein Zusatzkonzert in der Osternacht.
Die Musik sei eine Brücke zu vielen Menschen, die »heute nicht mehr selbstverständlich kirchlich sozialisiert sind«, sagte Schneider dem epd. Über Kirchenmusik fänden viele einen ersten oder einen neuen Kontakt zur Kirche.
Zu Musizieren oder Musik zu hören könne glücklich machen, sagte Schneider: »Musik zum Lobe Gottes ist aber auch für den persönlichen Glauben wichtig«. epd
Dieser Beitrag wurde am 2.1.2012 um 09.15 Uhr veröffentlicht.
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