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Wir können's ja nicht lassen

Präses-Kandidatin Angelika Weigt-Blätgen. Foto: gmh

Präses-Kandidatin Angelika Weigt-Blätgen. Foto: gmh

Den Bibelvers »Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben« stellte Angelika Weigt-Blätgen als Motto über ihre Vorstellungsrede als Präses-Kandidatin vor den Synodalen der Landessynode.

Der christliche Glaube verlange nach Einmischung und Parteinahme, sagte die leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

Die Verknüpfung von sozialem und politischem Bewusstsein mit dem Glauben sei ihr bereits in Konfirmandenunterricht und der kirchlichen Jugendarbeit deutlich geworden.

Mehrere Themenfelder benannte Weigt-Blätgen, in denen Christinnen und Christen mit Leidenschaft herausgefordert seien, Rechenschaft von ihrer Hoffnung zu geben, »weil wir es den Menschen, unserer Kirche, Jesus Christus
und uns selbst schuldig sind.«

Als großen Reichtum bezeichnete sie etwa die Vielfalt und Verschiedenartigkeit der Gemeinden und Kirchenkreise in Westfalen, zwischen denen die gegenseitige Wahrnehmung und Wertschätzung noch gestärkt werden könne.

Besonders hob sie die enge Verknüpfung von verfasster Kirche und Diakonie in der westfälischen Landeskirche hervor.

Wichtig sei ihr dabei, das Bewusstsein um die Besonderheit bei den Mitarbeitenden in der Diakonie zu stärken. Im Blick auf die Ökumene rief die Theologin dazu auf, sich ermutigenden Impulsen zuzuwenden.

Als Präses wolle sie kollegial, synodal und presbyterial mit den verantwortlichen Gremien zusammenarbeiten, an Bewährtem weiterarbeiten und neue Ziele formulieren und dazu beitragen, die Vielfalt der Begabungen und Kompetenzen zusammenzubringen.

Weigt-Blätgen schloss ihre Vorstellung mit einem, wie sie sagte, persönlichen Hinweis: Ihre Entscheidung für eine Tätigkeit in der Frauenhilfe sei keine Entscheidung gegen die Gemeindearbeit. Sie sei immer von der Begeisterung für ihre Arbeit getragen gewesen, erklärte sie, und: »Es entspricht meinem Naturell und meinem Glauben, dass gut werden kann, was wir anfassen.«

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2011 um 22.14 Uhr veröffentlicht.

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