Keine Selbstverteidigung
Westfälischer Präses verurteilt israelische Militäraktion

Präses Alfred Buß
Der westfälische Präses Alfred Buß hat die israelische Militäraktion gegen eine Hilfsflotte für den Gazastreifen scharf verurteilt.
»Es ist mit dem Recht auf Selbstverteidigung nicht zu rechtfertigen, wenn ein Schiffskonvoi mit Hilfsgütern in internationalen Gewässern angegriffen wird«, erklärte Buß in Bielefeld. Auch wenn die Schiffe zu demonstrativen Zwecken genutzt worden seien und die israelische Blockade hätten brechen sollen, rechtfertige das keinen offenen Bruch des internationalen Rechts.
Bei dem Einsatz gegen sechs Schiffe in internationalen Gewässern am Montag wurden Medienberichten zufolge mindestens neun Aktivisten getötet und zahlreiche Menschen verletzt.
Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte den Militäreinsatz und kritisierte einen unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt.
Buß äußerte sich bestürzt über die Opfer.
Aus der leidvollen Geschichte der Juden, gerade in Deutschland, sei es zwar verständlich, dass Israel sich gegen alle Kräfte wehre, die sein Existenzrecht infrage stellten, führte der leitende Theologe der viertgrößten evangelischen Landeskirche aus.
Dabei dürfe Israel jedoch nicht Menschenrechte anderer verletzen.
Buß appellierte an alle Betroffenen, auf Rache zu verzichten. Der Präses rief auch zum Gebet für die Menschen in Israel und in den palästinensischen Gebieten auf. epd
Dieser Beitrag wurde am 2.6.2010 um 11.32 Uhr veröffentlicht.
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| Suzan Gronemeier schrieb am 08.06.2010 10:18: "Wir leben in einem Land, in dem die toten Juden über alles geliebt werden, die Lebenden aber nicht!" Henryk M. Broder |
| Schallblech schrieb am 08.06.2010 10:41: Tut mir leid, ich sehe da keinen Zusammenhang zwischen dem vorherigen Kommentar und dem Artikel. |
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