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Buß nach Kopenhagen

»Ohne globale Gerechtigkeit gibt es keinen Klimaschutz«

<b>Bedrohte Welt:</b> Präses Buß will sich auf der Klimakonferenz in Kopenhagen für Klimaschutzmaßnahmen einsetzen. Foto: Surrender

Bedrohte Welt: Präses Buß will sich auf der Klimakonferenz in Kopenhagen für Klimaschutzmaßnahmen einsetzen. Foto: Surrender

Gemeinsam mit anderen Kirchenvertretern wird der westfälische Präses Alfred Buß auf der Klimakonferenz in Kopenhagen den Forderungen zum Schutz des bedrohten Klimas Nachdruck verleihen.

Kurz vor dem UN-Klimagipfel hat der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) nach Angaben des Landeskirchenamts nochmals an die dringende Notwendigkeit eines völkerrechtlich verbindlichen Abkommens erinnert. Er rief dazu auf, den Appell „Countdown to Copenhagen“ zu unterstützen.


Aufruf unterzeichnet

Zu dieser Initiative (www.countdowntocopenhagen.de) haben sich Kirchen und Entwicklungsorganisationen aus vielen Ländern zusammengeschlossen. „Ohne globale Gerechtigkeit gibt es keinen Klimaschutz“, erklärt Präses Buß, der den Aufruf als einer der Ersten unterzeichnet hat.

Die reichen Länder als Hauptverursacher des Klimawandels, so die Forderung, „sollen sich aufgrund ihrer Verantwortung für den Klimawandel und ihrer höheren Finanzkraft dazu verpflichten, ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren“.

Sie sollten außerdem die Entwicklungsländer finanziell und technologisch unterstützen, damit diese eine klimagerechte Entwicklung einschlagen und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bewältigen können.

Vom 7. bis 18. Dezember kommen in der dänischen Hauptstadt Vertreter von 192 Staaten zusammen, um über Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Erde zu entscheiden. Alfred Buß: „Wenn wir uns politisch für Klimagerechtigkeit einsetzen, müssen wir starken Beharrungskräften und Lobbyinteressen die Stirn bieten: Sie versuchen, die Weltwirtschaftskrise zur Stabilisierung der alten Wirtschaftsstrukturen zu nutzen.“

Die Weltklimakonferenz sei „die vielleicht letzte noch rechtzeitige Chance, ausreichende Klimaschutzvereinbarungen völkerrechtlich zu fixieren“.

Präses Alfred Buß und die evangelischen Bischöfe Gerhard Ulrich (Kiel) sowie Frank Otfried July (Stuttgart) werden in Kopenhagen Flagge zeigen – gemeinsam mit Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) und vielen anderen Hilfsorganisationen aus Deutschland und der ganzen Welt.

Der südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu wird am 13. Dezember in Kopenhagen die gesammelten Unterschriften unter dem Aufruf „Countdown to Copenhagen“ voraussichtlich an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben.

Die westfälische Kirche stellt laut Landeskirchenamt aber nicht nur Forderungen, sondern fängt auch bei sich selbst an: Beschlossen sei ein umfassendes Energiespar- und Klimakonzept 2020 für die EKvW.

Sie setze sich dabei die gleiche Zielmarke wie die Bundesregierung: 40 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 auf der Basis von 1990.

Das Umweltmanagement „Grüner Hahn“ (www.kirchliches-umweltmanagement.de) hilft Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Mit dem Projekt „Zukunft einkaufen“ nutzen Kirche und Diakonie ihre Marktmacht, um ökologisch verträgliche und fair gehandelte Produkte zu unterstützen (www.zukunft-einkaufen.de). UK

Dieser Beitrag wurde am 4.12.2009 um 12.41 Uhr veröffentlicht.

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