Künftige westfälische Präses
Kurschus als Superintendentin verabschiedet

Die künftige Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, ist am Samstag in einem Festgottesdienst als Superintendentin des Kirchenkreises Siegen verabschiedet worden.
In ihrer Predigt rief Kurschus die Christen auf, die befreiende Botschaft Gottes in die Welt zu bringen. »Auf unser Geplapper kann die Welt verzichten, auf das Wort Gottes nicht«, sagte sie in der voll besetzten Siegener Nikolaikirche.
Das Wort Gottes sei nicht harmlos.
Es könne aber nur zu Herzen gehen, wenn es auch unter die Haut gehe. Zur Verbreitung des Evangeliums seien die Christen verpflichtet.
Die 48-jährige Theologin war am 16. November von der westfälischen Landessynode als erste Frau an die Spitze der viertgrößten deutschen Landeskirche mit 2,5 Millionen Mitglieder gewählt worden.
In ihr neues Amt wird Kurschus am 4. März in der Zionskirche in Bielefeld-Bethel eingeführt. Sie tritt die Nachfolge von Präses Alfred Buß an, der dann nach achtjähriger Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet wird.
Kurschus stand dem Kirchenkreis Siegen sechs Jahre lang als Superintendentin vor.
Als leitende Theologin habe sie Wegweisung für die Zukunft der evangelischen Kirche im Siegerland und im Olper Raum gegeben, erklärte der Kirchenkreis. epd
Dieser Beitrag wurde am 11.2.2012 um 12.18 Uhr veröffentlicht.
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