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Westfälische Landessynode tagt

Klima, Pfarrdienst, Haushalt und neuer Präses

<b>Abstimmung mit Stimmkarte</b>: Die Landessynode der EKvW tagt ab heute im Bielefelder Assapheum. Alfred Buß wird seinen letzten Bericht als Präses geben. Foto: UK-Archiv/gmh

Abstimmung mit Stimmkarte: Die Landessynode der EKvW tagt ab heute im Bielefelder Assapheum. Alfred Buß wird seinen letzten Bericht als Präses geben. Foto: UK-Archiv/gmh

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen kommt ab heute in Bielefeld zu ihrer Jahrestagung zusammen.

Im Mittelpunkt des ersten Synodentages steht der letztmalige Bericht von Präses Alfred Buß, der im März in den Ruhestand geht. Er will sich unter anderem zum Selbstverständnis der evangelischen Kirche und zur Ökumene äußern. Außerdem werde es um das Thema Gerechtigkeit gehen, kündigte ein Sprecher an.

Am Mittwoch entscheidet das Kirchenparlament über die Nachfolge von Buß.

Kandidatinnen für das Spitzenamt der westfälischen Landeskirche sind die Siegener Superintendentin Annette Kurschus (48) und die leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, Angelika Weigt-Blätgen (56). Die neue Präses (»Vorsitzende«) wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.

Weiteres Thema der fünftägigen Beratungen ist die Zukunft des Pfarrdienstes.

Wegen des Mitglieder- und Einnahmerückgangs soll die Zahl der Pfarrer bis zum Jahr 2030 von derzeit rund 2.000 auf etwa 800 sinken.

Außerdem beraten die Synodalen, die knapp 2,5 Millionen Protestanten vertreten, über Familie, das Jahr der Taufe und ein Klimaschutzprogramm, mit dem die viertgrößte deutsche Landeskirche bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent reduzieren will.

Die Synode beschließt ferner den landeskirchlichen Haushalt für das kommende Jahr.

Sie ist mit ihren 186 stimmberechtigten Mitgliedern das höchste leitende Gremium der westfälischen Kirche, die sich aus 31 Kirchenkreisen mit 522 Gemeinden zusammensetzt. epd

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2011 um 07.53 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
MA schrieb am 17.11.2011 18:12:

Wegen des Mitglieder- und Einnahmerückgangs soll die Zahl der Pfarrer bis zum Jahr 2030 von derzeit rund 2.000 auf etwa 800 sinken.
Toll - je weniger Pfarrer, desto weniger Ansprechpartner, desto weniger Mitglieder. Problem ist nur, dass die Pfarrer in der Kirche offensichtlich keine Vetretung bzw. Gewerkschaft haben, so kann man ja machen, was man will. Schade!

Wieland schrieb am 18.11.2011 12:55:

Ich weiß nicht, ob die Gleichung so stimmt: "je weniger Pfarrer, desto weniger Ansprechpartner, desto weniger Mitglieder."
Die Mitgliederzahlen sind zurückgegangen, als wir nun wirklich mehr als genug Pfarrer hatten ...

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