Kindergipfel 2010
Jackpott, i-Pod, Blumenpott?

»Wir sind der Pott«: Das Thema zog sich durch das ganze Programm des »Kindergipfels 2010«. Fotos: Anja Lukas-Larsen
Was ist eigentlich der Pott? Hat er einen Henkel, ist er beweglich, ist es vielleicht ein Jackpott, Blumenpott oder gar ein i-Pod?
Diese Frage hat die 350 Besucher und Besucherinnen des Kindergipfels der Evangelischen Jugend von Westfalen 2010 in der Zeltstadt des Parks von Haus Villigst beschäftigt. Am Ende war es dann klar: Der Pott, das sind wir! »Uns lag es am Herzen, die regionale und kulturelle Vielfalt, aber auch Unterschiedlichkeiten von Kindern sichtbar zu machen und zu schätzen, und so einen Bogen zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 zu schlagen«, erläutert Projektleiterin Elke Kaika vom Amt für Jugendarbeit.
Keine Frage: ein Stand hat es den Kindern des Kindergipfels sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders angetan: der Stand mit den kühlen Getränken. Kein Wunder bei Außentemperaturen jenseits der 35 Grad.
Aber auch sonst hatte der 6. Kindergipfel im Park von Haus Villigst in Schwerte jede Menge erfrischende Ideen zu bieten. Über 200 Kinder aus ganz Westfalen waren dabei. „Alle in einem Pott“ – so lautete das Motto in diesem Jahr.
Und es zog sich wie ein roter Faden durch das Programm.
Während sich am Freitag der Pott, nämlich die Zeltstadt, langsam füllte, waren die Kinder am Samstag dabei, ihre Stadt zu gestalten. Dazu hatten sie in zahlreichen Workshops reichlich Gelegenheit.
Im Zirkuszelt steht die Welt Kopf
Etwa bei Franjo Enke aus Bielefeld-Ummeln, der zusammen mit den Kindern im „Zirkuspott“ Salti auf dem Trampolin übt und mit Reifen jongliert. Eine schweißtreibende Angelegenheit, bei der er sich nach einer halben Stunde von seinem T-Shirt verabschiedet und mit freiem Oberkörper weiter trainiert.
So ganz nebenbei lernen die Kinder außerdem, wie man eine Deutschlandfahne richtig schwenkt: gute Einstimmung auf das WM-Spiel Deutschland-Argentinien, das am Nachmittag auf Großleinwand übertragen wird.
Bunt geht es in der Künstlerwerkstatt mit Fritz Pietz aus Dülmen zu.
Hier entstehen überdimensionale Bleistifte aus Holz. Sie werden zuerst individuell angemalt und am Nachmittag als dauerhafte Skulptur im Park installiert.
An den großen Bäumen in Bühnennähe ist eine Gruppe junger Männer dabei, einen Kletterparcours aufzubauen. Nach dem Mittagessen dürfen die Kinder dann unter fachkundiger Anleitung und mit professioneller Sicherung die Baumkronen erklimmen.
Auf dem Weg zur Zeltstadt gestaltet eine andere Gruppe mit Judith Tewes (Borgentreich) und Team „Die-alle-in-einem-Pott-Wesen“, großformatige Tiere, die mit bunten Federn und anderen Accessoires beklebt werden.
Pott-Geschichte mit dem Pott-Gärtner
Gerahmt werden alle Aktionen von der „Pott“-Geschichte, die das Team um Projektleiterin Elke Kaika vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen zusammen mit dem Pottgärtner Meinrad Bechmann auf die Bühne bringt.
Abends steht das Kindermusical „40 Tage auf dem Turm“ von Elke Kaika auf dem Programm. Am Sonntagmorgen werden acht Kirchengemeinden mit der KÜV-Plakette (Kirchlicher Überwachungsverein) für ihre Kinderfreundlichkeit ausgezeichnet, bevor die Kinder nach dem Mittagessen ihre Zelte abbrechen und nach Hause fahren. UK/EKvW
Dieser Beitrag wurde am 7.7.2010 um 11.10 Uhr veröffentlicht.
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