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Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Bethel-Krankenhaus bildet Leitung um

Foto: UK-Archiv

Foto: UK-Archiv

Bethel hat beim bundesweit größten Evangelischen Krankenhaus in Bielefeld den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung umgebildet.

Den Aufsichtsratsvorsitz des Krankenhauses übernimmt Bethel-Chef Ulrich Pohl (Bild), wie die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld mitteilten. Neuer Geschäftsführer wird der Bethel-Finanzvorstand Rainer Norden.

Grund für die Trennung vom bisherigen Geschäftsführer seien »unterschiedliche Auffassungen über die künftige Entwicklung der Klinik zwischen dem ehemaligen Geschäftsführer und den Gesellschaftern«, erklärte Bethel.

Das Krankenhaus war in den vergangenen Wochen wegen Arbeitsbedingungen und Hygienemängel in die Kritik geraten.

Der Vertrag mit dem bisherigen Geschäftsführer Heiner Meyer zu Lösebeck, der seit 2007 für eine umfangreiche Sanierung des anfangs defizitären Krankenhauses verantwortlich war, werde zum 31. August einvernehmlich aufgehoben, hieß es.

Der Aufsichtsrat würdigte die zurückliegende Sanierungsphase durch Meyer zu Lösebeck.

Damit sei die Wende zu einer positiven Ergebnisentwicklung erreicht worden. Bis zum Vertragsende stehe der Geschäftsführer dem Krankenhaus als Berater zur Verfügung.

Mitarbeiter des Krankenhauses hatten in den vergangenen Wochen wiederholt über hohe Arbeitsbelastungen und Personalengpässe geklagt.

Die Mitarbeitervertretung forderte eine Aufstockung des Personals und mehr Vertretungsdienste. Das Bielefelder Gesundheitsamt hatte zudem im Dezember eine unzureichende Hygiene auf einigen Stationen beanstandet.

Derzeit arbeiten nach offiziellen Angaben insgesamt rund 4.000 Mitarbeiter in dem Krankenhaus, das über 1.500 Betten verfügt.

Pro Jahr werden 50.000 Patienten stationär und ebenso viele ambulant behandelt. Der Umsatz des Krankenhauses wird auf 250 Millionen Euro beziffert. Nachdem das Krankenhaus in den ersten Jahren mit hohen Defiziten abgeschlossen hatte, schreibt es nach einer umfangreichen Sanierung seit 2009 schwarze Zahlen.

Das Großkrankenhaus entstand 2005 aus dem Zusammenschluss von Kliniken Bethels und des Evangelischen Johanneskrankenhauses. epd

Dieser Beitrag wurde am 11.1.2012 um 18.54 Uhr veröffentlicht.

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