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Die Synode hat gewählt

Annette Kurschus neue Präses der Westfälischen Kirche

<b>Nach der Wahl:</b> Blumen und riesiger Applaus für die neue Präses der westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus. Foto: gmh

Nach der Wahl: Blumen und riesiger Applaus für die neue Präses der westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus. Foto: gmh

Neue Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen ist Annette Kurschus. Die 48-jährige Theologin wurde heute (16.11.) von der Landessynode der westfälischen Kirche zur Nachfolgerin von Alfred Buß gewählt. Sie erhielt 143 von 182 abgegebenen Stimmen. Fotoalbum zur Wahl

Annette Kurschus ist seit 2005 Superintendentin des Kirchenkreises Siegen, des größten der 31 westfälischen Kirchenkreise. Sie tritt ihr Amt im März 2012 an; die Amtszeit beträgt acht Jahre. Kurschus ist dann die erste Frau an der Spitze einer unierten Landeskirche und eine von zur Zeit vier leitenden Theologinnen in evangelischen Kirchen in Deutschland.

Kurschus zeigte sich bewegt und sehr erfreut über das deutliche Votum der Synodalen. »Das ist ja verrückt«, waren ihre ersten Worte, als sie nach der Wahl vor der Plenum trat. Obwohl sie sich sieben Monate lang auf die Wahl vorbereitet hätte, sei jetzt »alles ganz anders als gedacht«.

»Es geht mit uns Gott weiß wohin« - in dieser tiefen Zuversicht wolle sie in Zukunft unterwegs sein. Diesen Satz gab sie abschließend auch ihrer Mitbewerberin um das Präsesamt, Angelika Weigt-Blätgen, weiter. »Ich finde, wir haben das tapfer durchgestanden«, sage sie.

In ihrer Vorstellungsrede vor der Synode hatte Kurschus zwei Herausforderungen benannt, die die Kirche zu bewältigen habe: Die Verheißung ernst zu nehmen, dass Christus die Kirche erhält, und den daraus folgenden Auftrag, das Evangelium „zu verkündigen an alles Volk“.

In der westfälischen Landeskirche als Netzwerkorganisation, in der auf vielen Ebenen Leitung stattfinde, seien gute Kommunikation und verbindliche Absprachen wichtig, sagte Kurschus.

Das landeskirchliche Leitungsamt müsse für ein abgestimmtes und koordiniertes Miteinander Sorge tragen.

Dazu bedürfe es inhaltlicher Klarheit und integrierender Fähigkeiten.

Annette Kurschus ist Mitglied in zahlreichen kirchlichen Gremien. 2002 wurde sie Mitglied im Moderamen (Leitungsgremium) des Reformierten Bundes in Deutschland. Seit 2003 gehört sie auch dem Liturgischen Ausschuss der Union Evangelischer Kirchen (UEK) an und ist Ständiger Gast in der Vollkonferenz der UEK. 2008 übernahm sie den Vorsitz des Ständigen Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Annette Kurschus ist ledig und hat keine Kinder.

Als ein „Lebenselixier“ bezeichnet sie die Musik, besonders Gesang und Cello.

Autorin: Anke von Legat

Die Verheißung ernstnehmen
Superintendentin Annette Kurschus
Strahlkraft des Gotteslobs
Zwei Frauen für das Präses-Amt

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2011 um 10.25 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Glybyrne schrieb am 17.11.2011 09:23:

"und den daraus folgenden Auftrag, das Evangelium „zu verkündigen an alles Volk“."
cool vielleicht passiert ja jetzt mal was

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