Alt und Jung
Ministerin besucht Mehrgenerationen-Häuser

Ministerin Ursula von der Leyen kam in Lemgo auch mit den Kindern im Mehrgenerationenhaus gut klar. Foto: Seekamp
Bei Besuchen in Lemgo und Herford hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Arbeit der so genannten Mehrgenerationenhäuser gewürdigt.
„Das Miteinander von Alt und Jung“ sei dabei entscheidend, sagte von der Leyen in Lemgo, wo sie sich bei einem Rundgang durch die Einrichtung über deren verschiedene Angebote informierte. Ihr Ministerium fördert seit 2006 die Mehrgenerationenhäuser mit einem bundesweiten Aktionsprogramm.
Das alte Märchen von der Familie
Ziel der Offenen Treffs ist es, verschiedenen Generationen einen Raum zur Begegnung zu bieten und Familien zu entlasten.
Es gehe „um das alte Märchen von Familien, die mit mehreren Generationen unter einem Dach leben“, sagte die Ministerin. Heute gebe es weniger Kinder, Großeltern lebten oft viele Kilometer entfernt.
Egal, wie alt du bist: Du wirst gebraucht!
Doch die Mehrgenerationenhäuser zeigten, dass Menschen nicht miteinander verwandt sein müssten, um füreinander da zu sein. Es sei wichtig, dass die Einrichtungen den Menschen zeigten: „Ganz egal wie alt Du bist - Du wirst gebraucht“, sagte von der Leyen.
In Mehrgenerationenhäusern sollen Menschen verschiedenen Lebensalters von den jeweiligen Kompetenzen der anderen profitieren. Dabei sollen Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen in der Region vernetzt werden. An dem Netzwerk sind Schulen, Vereine, Bibliotheken und andere kommunale Einrichtungen beteiligt.
Viele freiwillige Helfer
Unterstützt werden die Einrichtungen von freiwilligen und professionellen Helfern. Angeboten werden Treffpunkte und Cafés, Beratungen, Workshops sowie die Vermittlung von Kinderbetreuung oder anderen sozialen Dienstleistungen.
Nach Angaben des Familienministeriums haben seit 2008 bundesweit rund 500 Mehrgenerationenhäuser ihre Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung in Lemgo wird von der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde St. Pauli getragen, in Herford hat das Rote Kreuz die Trägerschaft übernommen. epd
Dieser Beitrag wurde am 3.8.2009 um 13.07 Uhr veröffentlicht.
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