Gerrit Noltensmeier wurde 70
Meister des theologisch fundierten Wortes

Der frühere Lippische Landessuperintendent Gerrit Noltensmeier ist am Samstag 70 Jahre alt geworden.
Der Theologe stand neun Jahre bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2005 an der Spitze der Lippischen Landeskirche. Bis 2010 war der Theologe als Sudanbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aktiv. Dem Rat der EKD gehörte Noltensmeier seit 2003 an, zuvor hatte er zwölf Jahre lang die lippische Kirche in der EKD-Synode vertreten.
Der Theologe wurde mit Ehrendoktorwürden der ungarischen Universität in Debrecen und der Universität Münster ausgezeichnet.
Noltensmeier gilt als ein Meister des theologisch fundierten Wortes. Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber würdigte bei dessen Eintritt in den Ruhestand Noltensmeiers »unverwechselbare Formulierungskunst«, mit der er »dem reformatorischen Glauben verbindlich und offen zugleich Ausdruck« verleihe.
Als Landessuperintendent warnte Noltensmeier vor einer Gefährdung des sozialen Friedens durch eine wachsende Kluft zwischen Besitzenden und Verarmten. Kritisch äußerte er sich auch zum Irak-Krieg.
Der 1941 in Wien geborene Noltensmeier studierte evangelische Theologe in Marburg, Wien, Bonn und Tübingen. Nach dem theologischen Examen in der Lippischen Landeskirche trat er seine erste Pfarrstelle in der 1969 in Lieme bei Lemgo an.
Vor seiner Zeit als Landessuperintendent war Noltensmeier vier Jahre Schulreferent der lippischen Kirche und leitete von 1986 bis 1996 die Landessynode.
Noltensmeier, der weiterhin in Detmold lebt, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. epd
Dieser Beitrag wurde am 31.7.2011 um 11.55 Uhr veröffentlicht.
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