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Lippische Synode berät über Struktur

Landeskirche erwägt Zusammenlegung von Kirchenkreisen

<b>Die Lippische Landeskirche</b> ist zurzeit in sieben reformierte und eine lutherische »Klasse« aufgeteilt.

Die Lippische Landeskirche ist zurzeit in sieben reformierte und eine lutherische »Klasse« aufgeteilt.

Angesichts kleiner werdenden Kirchengemeinden erwägt die Lippische Landeskirche, eine Zusammenlegung mehrerer Bezirke (Klassen).

Durch größere Einheiten solle vor allem die Wahrnehmung kirchlicher Aufgaben für die Zukunft gesichert werden, erklärte Landessuperintendent Martin Dutzmann. Die Synode, die am 1. und 2. Juli in Lemgo zusammenkommt, wird über ein Papier beraten, das eine Verringerung von derzeit acht Klassen auf bis zu vier vorschlägt.

Die fünftkleinste der 22 evangelischen Landeskirchen mit insgesamt 181.000 Gemeindemitgliedern ist in sieben reformierte und eine lutherische Klasse unterteilt.

Die Landessynode werde auf dieser Sitzung grundsätzlich entscheiden, ob eine Strukturreform gewollt werde, erläuterte Dutzmann. Bei einer Zustimmung sollen unterschiedliche Vorschläge in den Klassen debattiert werden.

Die Modelle sehen eine Reduzierung der sieben reformierten Klassen auf mindestens fünf und bis zu drei vor.

Die Lutherische Klasse soll erhalten bleiben. Dem Kirchenparlament liegt bereits ein Antrag auf Auflösung einer Klasse, der Klasse Horn, vor. Die Kirchengemeinden mit derzeit rund 17.540 Mitgliedern sollen auf zwei benachbarte Bezirke verteilt werden.

Eine Entscheidung über eine gesamte Strukturreform, die bis 2015 umgesetzt werden soll, soll die Synode im Sommer 2012 fällen.

»Weil das ein starker Eingriff ist, lassen wir uns ein Jahr Zeit für Diskussionen«, sagte Dutzmann. Auf der Tagesordnung der Synode Anfang Juli stehen unter anderem auch Konzepte für die Bildungs- und Frauenarbeit, Jugendarbeit, Ökumene sowie Krankenhaus- und Altenheimseelsorge. epd

Dieser Beitrag wurde am 22.6.2011 um 08.17 Uhr veröffentlicht.

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