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Schrauben und Messias

Halleluja-Flashmob: Das Remake in Detmold

<b>Kantor Christoph Kuppler</b> (Bildmitte) mit den Flashmob-Sängern und transponierendem E-Piano im Detmold Baumarkt.

Kantor Christoph Kuppler (Bildmitte) mit den Flashmob-Sängern und transponierendem E-Piano im Detmold Baumarkt.

Samstag, 15 Uhr, »Toom«-Markt in Detmold: Wie bei dem großen Internet-Vorbild hat Christoph Kuppler, Kantor an der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Detmold, zu einem »Flashmob« aufgerufen.

Möglichst »spontan« soll um Punkt 15 Uhr das »Halleluja« aus Georg Friedrich Händels Oratorium »Messias« gesungen werden – auf Englisch. Und: irgendwie klappt das auch. Nur mit dem »Spontanen« hapert es noch.

Viele Teilnehmer haben offenbar noch nicht ganz verstanden, was »Flashmob« in der Internetwelt bedeutet und was den Charme des Originals ausmacht.

Sie haben die Einladung so aufgefasst, als ob eben um 15 Uhr ein gemeinsames Halleluja-Singen im Toom-Markt sei. Kommen mit ihren Klavier-Auszug und stellen sich neben das E-Piano, das Kuppler aufgebaut hat.

Der hatte zwar empfohlen, vielleicht unauffällig noch »ein paar Schrauben« zu kaufen.

Aber egal: Es sind jedenfalls genug Sängerinnen und Sänger aufgetaucht, manche haben ihre Noten in Baumarkt-Prospekten getarnt. Auswendig wie im Original singen die wenigsten.

Im Prinzip klappt alles prima – nur: die Soprane und Tenöre kämpfen gewaltig

Kantor Kuppler sieht später, was da los war: Am E-Piano war versehentlich eine Transposition eingestellt. Alles ein Ton höher, aus dem auf der Klaviatur gespielten D-Dur wird klingendes E-Dur, die Soprane landen bei der hohen Stelle nicht beim »C« sondern beim »H«. Respekt...

Schade, aber eben passiert, kommentiert Kuppler später etwas zerknirscht. Insgesamt aber eine schöne Aktion. Spaß gemacht hat es allen – Sängern wie Zuhörern. rot

Das Detmolder Video auf Youtube:



...und das Original:

Quelle: youtube

Dieser Beitrag wurde am 11.12.2011 um 23.28 Uhr veröffentlicht.

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