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Wahlsynode in Lippe

Dietmar Arends ist neuer Landessuperintendent

Erleichterung gleich nach dem ersten Wahlgang: Synodenpräses Michael Stadermann (rechts) beglückwünscht Dietmar Arends zu seiner Wahl. Foto: gmh

Erleichterung gleich nach dem ersten Wahlgang: Synodenpräses Michael Stadermann (rechts) beglückwünscht Dietmar Arends zu seiner Wahl. Foto: gmh

Dietmar Arends aus Leer ist neuer Landessuperintendent in Lippe. Arends wurde gleich im ersten Wahlgang mit 39 zu 9 Stimmen zum Nachfolger von Martin Dutzmann gewählt.

Um seine Amtsnachfolge hatten sich zwei Theologen beworben: der Pastor für Diakonie und Ökumene in der Evangelisch-reformierten Kirche, Dietmar Arends, und der Studienleiter in der ökumenischen Bildungs-, Besinnungs- und Begegnungsstätte Kloster Frenswegen, Reiner Rohloff aus Nordhorn.

Arends erhielt gleich im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit der Synodalen.

Allerdings hatte es nach der Vorstellung der Kandidaten eine ungewöhnlich lange nichtöffentliche Aussprache gegeben. Diese wurde auch nach dem Mittagessen zunächst fortgesetzt, bevor es zu der eindeutigen Wahl kam.

In einer ersten Stellungnahme unterstrich Arends die Notwendigkeit von Jugendarbeit als Schwerpunktaufgabe der Kirche. »Daran hängt unsere Zukunft.«

Auch das Eintreten für soziale Gerechtigkeit gehöre zu den Kernanliegen der kirchlichen Arbeit. »Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander geht.«

Der neue Landessuperintendent wurde für zwölf Jahre gewählt. Wann er sein Amt antritt, steht noch nicht fest.

Arends wurde 1963 in Bad Godesberg geboren und studierte Theologie in Münster, Tübingen und Wuppertal. Nach dem Vikariat in einer Gemeinde in Ostfriesland war er von 1997 bis 2008 Pfarrer in Leer. Dort übernahm er 2001 den Vorsitz des Diakonischen Werks der reformierten Kirche.

Seit 2008 ist er Pastor für Diakonie und Ökumene der reformierten Kirche.

Im Juni dieses Jahres wählt ihn zudem die Norddeutsche Mission mit Sitz in Bremen an ihre Spitze.

Arends setzte sich bereits im ersten Wahlgang mit 39 von 51 Stimmen klar durch. Auf seinen Gegenkandidaten, Pastor Reiner Rohloff aus Nordhorn, entfielen neun Stimmen. Es gab zwei Enthaltungen und eine ungültige Stimme.

Die Lippische Landeskirche ist mit rund 175.000 Mitgliedern die drittkleinste der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland.

Von ihren 69 Kirchengemeinden sind 58 reformiert, zehn lutherisch und eine sowohl lutherisch als auch reformiert.

Im Auftaktgottesdienst der Synode ermutigte der Pfarrer der Kirchengemeinde Wöbbel, Holger Postma, zu einem Engagement gegen Ungerechtigkeit und die Verletzung von Menschenwürde.

Nötig seien von Christus geprägte Menschen, die Spuren der Liebe hinterließen und widersprächen, wo Unrecht geschehe, sagte Postma in der Detmolder Erlöserkirche.

Nach dem Gottesdienst steht unter anderem der Bericht des Landeskirchenrates auf der Tagesordnung.

Auf der zweitägigen Herbstsynode wird außerdem der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. rot/epd

Dieser Beitrag wurde am 25.11.2013 um 11.04 Uhr veröffentlicht.

Drittkleinste evangelische Landeskirche

Die Lippische Landeskirche ist mit rund 175.000 Mitgliedern die drittkleinste der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland.

Von den 69 lippischen Kirchengemeinden sind 58 reformiert, zehn lutherisch und eine sowohl lutherisch als auch reformiert. Zusammengefasst sind sie in sieben Bezirken, die »Klassen« heißen. Es gibt eine lutherische Klasse sowie die sechs reformierten Klassen Bad Salzuflen, Blomberg, Bösingfeld, Brake, Detmold und Lage. Höchstes Leitungsgremium ist die Landessynode.

Dem Kirchenparlament gehören 52 gewählte Mitglieder an.

Für die laufenden Amtsgeschäfte ist das Landeskirchenamt in Detmold mit dem Leitungsorgan Kollegium zuständig. Es besteht aus dem Landessuperintendenten, der von der Synode für zwölf Jahre gewählt wird, sowie je einem juristischen und einem theologischen Kirchenrat.

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen bisher sechs Theologen als Landessuperintendent an der Spitze der Landeskirche: Wilhelm Neuser, Udo Smidt, Fritz Viering, Ako Haarbeck, Gerrit Noltensmeier und zuletzt seit 2005 Martin Dutzmann. epd

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