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180 Mitarbeiter betroffen

Diakonisches Werk stößt unternehmerische Bereiche ab

<b>Vor zwei Jahren</b> feierte das Diakonische Werk Lippe 100-jähriges Bestehen. Jetzt steht ein deutlicher Einschnitt bevor. Bild: Festschrift

Vor zwei Jahren feierte das Diakonische Werk Lippe 100-jähriges Bestehen. Jetzt steht ein deutlicher Einschnitt bevor. Bild: Festschrift

Das Diakonische Werk (DW) in Lippe will sich von allen unternehmerischen Feldern trennen und sich auf die mitgliederorientierte Verbandsarbeit als diakonische Interessenvertretung konzentrieren.

Nach Angaben des DW-Verwaltungsrats-vorsitzenden Gerhard-Wilhelm Brand sollen für die „operativen Bereiche“ andere kirchliche Träger gefunden werden. Genaue Pläne gebe es allerdings noch nicht. Betroffen sind laut Brand rund 180 Mitarbeiter, die beispielsweise im Bereich der Kindergartenbetreuung, der Altenhilfe oder in den zahlreichen Beratungsstellen des Diakonischen Werks tätig sind.

Sie werden sich auf neue Arbeitgeber oder auch neue Aufgaben einstellen müssen, sagte Brand.

Hinsichtlich tariflicher Einstufungen gelte üblicherweise eine einjährige „Besitzstandswahrung“.

Mit der Neuausrichtung will das Diakonische Werk 400.000 Euro einsparen. Anders sei der von der Lippischen Synode angesichts des Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen verordnete Sparkurs nicht einzuhalten.

Konkrete Pläne zur Neuausrichtung sollen der Mitgliederversammlung im Juli vorgelegt werden.

Die neue Strategie soll auch mit dem Dachverband Rheinisch-westfälische Diakonie (Diakonie RWL e.V.) verzahnt werden und dadurch Doppelstrukturen beispielweise bei Repräsentanzen und Interessenwahrnehmungen vermeiden.

Brand bezeichnete die Neuausrichtung als „vierfache Win-Win-Situation“: Neben dem Spareffekt ergebe sich Planungssicherheit sowohl die betroffenen Einrichtungen, die unter anderer Regie weitergeführt werden, als auch für die Mitarbeiter, die mit Weiterbeschäftigung rechnen können.

Die Gesamtdiakonie in Lippe schließlich werde durch die Straffung der Aufgabenfelder und die neue Strukturklarheit insgesamt gestärkt.

Der juristische Kirchenrat Dr. Arno Schilberg bezeichnete den Schritt als konsequente Folge des Beschlusses der Landessynode, als Lippische Landeskirche selbstständig zu bleiben: „Angesichts der Sparzwänge müssen wir unsere Hausaufgaben machen und das Kleinerwerden bewusst gestalten.“ rot

Dieser Beitrag wurde am 16.5.2010 um 19.00 Uhr veröffentlicht.

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