Gespräch auf dem »Roten Sofa«
Hoffnung ist die Grundmelodie des Lebens

Interviewer auf dem »Roten Sofa«: UK-Chefredakteur Wolfgang Riewe (links) im Gespräch mit Nikolaus Schneider und Margot Käßmann. Foto: gmh
„Hoffnung ist die Grundmelodie des Lebens. Aus dieser Haltung heraus kann man sich engagieren“, sagte die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann beim Prominenten-Talk auf dem ROTEN SOFA der Kirchenpresse während des Ökumenischen Kirchentages in München.
„Hoffnung für die Welt können wir jedoch nur sein, wenn wir Trennendes überwinden“, betonte Käßmann vor den etwa 1.000 Zuhörern. Nach Ansicht der ehemaligen hannoverschen Landesbischöfin stehe der ganz große Durchbruch in Fragen der Ökumene jedoch nicht vor der Tür.
Zwar sei historisch gesehen schon viel geschehen, jetzt stünden die christlichen Kirchen jedoch vor den essentiell trennenden Elementen, zum Beispiel im unterschiedlichen Verständnis von Amt und Abendmahl.
An der Basis werde die Ökumene bereits wie selbstverständlich gelebt: „Dazu kann ich nur ermutigen - Macht das!“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider. Dass konfessionsverschiedene Ehepaare das Abendmahl nicht gemeinsam feiern könnten, sei absolut nicht vermittelbar, so Schneider.
Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 sagte Käßmann, dass sie sich deutliche ökumenische Akzente wünsche: Das dürfe kein rein evangelisches Bewusstseinsfest werden: „Uns verbindet mehr, als uns trennt“, so die Theologin.
Die Gespräche auf dem ROTEN SOFA sind das Herzstück des Programms am Pavillon der Kirchenpresse auf dem Münchener Messegelände.
Dort präsentieren sich vom 12. bis zum 16. Mai die evangelischen Wochenzeitungen und Monatsmagazine beim 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT)in München.
Gäste sind unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Kirche und Gesellschaft. Veranstalter ist der Evangelische Medienverband in Deutschland (EMVD), Frankfurt am Main. UK
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Dieser Beitrag wurde am 13.5.2010 um 19.04 Uhr veröffentlicht.
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