Missbrauchsdebatte
»Wir sind Kirche« kritisiert Bischof Mixa

Nach Ansicht ihrer Laienbewegung muss sich die katholische Kirche mit der »Krise ihre Führungspersonals« auseinandersetzen. Foto: Krause/Blumenstock
In der Debatte über die Missbrauchsfälle in katholischen Schulen hat die Kirchenvolksbewegung »Wir sind Kirche« den Augsburger Bischof Walter Mixa scharf kritisiert.
Mixas Aussage, die sexuelle Revolution sei für die Missbrauchfälle mitverantwortlich, sei verantwortungslos, sagte Christian Weisner von »Wir sind Kirche« der »Frankfurter Rundschau«. Sexuelle Gewalt gegen Kinder - auch in Internaten - habe es lange vor der sexuellen Revolution gegeben.
Offenbar sei dem Bischof die Dimension des Problems nicht klar.
Bernd Göhrig von der Initiative »Kirche von unten« sagte der Zeitung, der Bischof sei persönlich überfordert mit dem Thema. Er sprach von einer »Krise des Führungspersonals« in der katholischen Kirche.
Bei der in der nächsten Woche tagenden Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz müsse es um die Frage gehen, »wie die Strukturen der Kirche diese Verbrechen begünstigen«.
Bischof Mixa hatte gesagt: »Wir haben in den letzten Jahrzehnten gerade in den Medien eine zunehmende Sexualisierung der Öffentlichkeit erlebt, die auch abnorme sexuelle Neigungen eher fördert als begrenzt.«.
Der Zölibat hat aus seiner Sicht die Taten nicht befördert. epd
Dieser Beitrag wurde am 17.2.2010 um 08.52 Uhr veröffentlicht.
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