Sondersynode
Rheinische Kirche feiert ihre Ursprünge vor 400 Jahren

Die in Duisburg tagende Synode wird auch der Opfer des Unglücks bei der »Loveparade« gedenken. Foto: UK-Archiv
Mit einer Sondersynode in der Duisburger Salvatorkirche feiert die Evangelische Kirche im Rheinland heute ihre Ursprünge vor 400 Jahren.
Die Synode ist zugleich Auftakt einer Festwoche. In der Kirche hatte im Jahr 1610 die 1. Reformierte Generalsynode getagt. Die damals beschlossenen Strukturen prägen bis heute die rheinische Kirche, aber auch alle anderen Landeskirchen in Deutschland.
Wesentliche Elemente sind nach den Worten von Präses Nikolaus Schneider die Gleichberechtigung von Geistlichen und Laien, die Selbstverwaltung der Gemeinden und die Leitung der Kirche von unten nach oben.
Auf der Synode will genau fünf Wochen nach der Trauerfeier für die Loveparade-Opfer in der Salvatorkirche der umstrittene Oberbürgermeister Adolf Sauerland ein Grußwort sprechen. Gegen den CDU-Politiker, der einen Rücktritt bislang ablehnt, läuft ein Abwahlverfahren.
Die Synode will eine Schweigeminute für die 21 Todesopfer des Unglücks vom 24. Juli einlegen. Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wird zu der außerordentlichen Tagung des Kirchenparlaments in Duisburg erwartet. epd
Dieser Beitrag wurde am 4.9.2010 um 09.02 Uhr veröffentlicht.
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