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Alkohol am Steuer

Polizei stoppt Bischöfin Käßmann

Margot Käßmann

Margot Käßmann

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist mit Alkohol am Steuer von der Polizei gestoppt worden.

Nach Informationen der »Bild«-Zeitung wurde Käßmann am späten Samstagabend in Hannover von Streifenbeamten angehalten, nachdem sie mit ihrem Dienstwagen, einem VW Phaeton, eine rote Ampel überfahren habe. Beim Alkoholtest seien 1,3 Promille im Atem der hannoverschen Landesbischöfin gemessen worden.

Dem Bericht zufolge wurde der 51-Jährigen eine Blutprobe entnommen.

Sollte sich bei der Laboruntersuchung ein Alkoholwert von 1,1 Promille oder mehr bestätigen, droht der obersten Repräsentantin von 25 Millionen Protestanten in Deutschland ein Strafverfahren.

»Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe«, erklärte Käßmann. Ihr sei bewusst, wie gefährlich und unverantwortlich Alkohol am Steuer sei. »Den rechtlichen Konsequenzen werde ich mich selbstverständlich stellen«, kündigte die Bischöfin an. epd

Dieser Beitrag wurde am 23.2.2010 um 08.06 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Pirol schrieb am 23.02.2010 08:32:

Nein, wie dumm, wie dumm, wie dumm. So bringt man sich selbst zu Fall.

Templer schrieb am 23.02.2010 08:48:

So endet also nun schon nach wenigen Wochen die Zeit von Frau Käßmann an der Spitze der EKD. Als moralisches Oberhaupt steht ein Rücktritt wohl ausser Frage. Sehr Schade!

JensMK schrieb am 23.02.2010 10:35:

In dieser Hinsicht verstehe ich die Kommentare von Pirol und Templer nicht....ist schon ein einziger der katholischen Bischöfe zurück getreten? Ja - Frau Käßmann hat in dieser einen Situation andere Menschen gefährdet - wer sind wir jetzt ihren Kopf zu fordern? Im Bundestag findet man Drogenspuren, in katholischen Einrichtungen werden Schutzbefohlene mißbraucht, amerikanische Evangelikale erschießen angebliche Abtreibungsärzte....wer ist ohne Sünde??

Ruckzuck schrieb am 23.02.2010 11:51:

Richtig! Käßmann ist ein Mensch und keine Heilige, das versucht sie ja glücklicherweise auch gar nicht zu sein. Natürlich muss sie sich den rechtlichen Konsequenzen stellen, wie jeder andere Staatsbürger eben auch. Ich hoffe sehr, dass ihre Gegner ihr keinen Strick aus dem (wirklich dummen, gefährlichen und überflüssigen) Vorfall drehen können.

Ruckzuck schrieb am 23.02.2010 11:52:

Nachtrag: Wäre jammerschade, wenn wir die beste, die wir momentan für den Posten haben, durch so etwas verlieren würden. Sie soll bleiben!

Schallblech schrieb am 23.02.2010 11:53:

Ich sehe das genauso wie JensMK. Wer hat das Recht, den ersten Stein zu werfen? Leider wird Frau Käßmann es in der Öffentlichkeit nicht leicht haben. Zu den ursprünglichen "Vergehen" - eine Frau zu sein, geschieden zu sein, eine lebensgefährliche Erkrankung öffentlich gemacht zu ahben - jetzt auch noch das.
Daß es nicht gut war, weiß sie selbst, aber jeder Autofahrer kann wohl nachvollziehen, wie leicht man in diese Lage geraten kann.
Bleiben Sie stark, Frau Käßmann!

Ignatius schrieb am 23.02.2010 12:00:

Tja, jetzt wird es evangelisch. Frau Käßmann hat wirklich Mist gebaut und dafür soll sie die Konsequenz übernehmen: ein Monat kein Führerscheon (ist das bei 1,2 Promille die Regelung?) und keinen Chauffeur auf Kosten der Kirchensteuerzahler.
Und dann ist es gut. Sie weiß um den Blödsinn, den sie gemacht hat, steht dafür ein, und gut ist.
Ich höre schon all diejenigen, die nur auf einen Anlass gewartet haben, ihren Rücktritt zu fordern. Denen hat sie nun eine Steilvorlage geliefert. Ich finde: sie soll bleiben! Sie hat Mist gemacht, steht dafür ein und gut ist.

Uwe Rottkamp schrieb am 23.02.2010 12:52:

@Ignatius: Sicher muss Frau Käßmann den Phaeton nicht selbst fahren - sie hat einen Chauffeur. Das macht den "Blödsinn" ja gerade noch blöder...

Tico schrieb am 23.02.2010 13:25:

Jetzt bin ich ja nur mal gespannt, was bild & Co noch alles rauskriegen. Nur eine Geburtstagsfete oder Alkoholprobleme durch Privates und Amtsstress?

Und nochwas, wo ich das hier gerade gelesen habe: Müssen Kirchenleitungen denn wirklich Phaeton fahren? Müssen es wirklich die dicken Benze und Audis sein? Wasser predigen und Wein trinken - hier und diesmal sogar wörtlich. Um die Käßmann tut es mir leid - die schien ein Hoffnungsträger im Haifischbecken der Kirchenfürsten werden zu können.

Die Amtskirche wider mich mehr und mehr an. Sorry, daß ich das mal so sagen muß. In meiner Gemeinde hat man jetzt sogar dem Küster gekündigt. Die Leute in den Synoden und Kirchenämtern haben das Gefühl für Anstand und Realität längst verloren.

Glybyrne schrieb am 23.02.2010 14:22:

weia, sie muss bleiben! wer kann es denn sonst machen im moment. sie muss bleiben.

Stephan schrieb am 23.02.2010 14:42:

Vielleicht hat Frau Käßmann das auch nur getan, um die Kritik der Öffentlichkeit von den katholischen Amtsträgern etwas abzulenken? Einer trage des anderen Last...
Im Ernst: Das ist ein dummes überflüssiges Eigentor, das Frau Käßmann nicht nur sich selbst geschossen hat.
Na klar, jetzt wird wieder die sog. Amtskirche kritisiert, von Haifischbecken der Kirchenfürsten palavert etc. Sorry, Tico, dass ich das mal so sagen muss, aber solche Statements sind nicht konstruktiv sondern Stimmungsmache wie sie in mancher Talshow auch nicht anders stattfindet.

Stephan schrieb am 23.02.2010 14:55:

Oh, ich kaufe ein k, es sollte natürlich Talkshow heißen!

gumma schrieb am 23.02.2010 15:43:

Sie soll bleiben!!!

Ignatius schrieb am 23.02.2010 20:27:

Find' ich auch. Und es beruhigt mich, dass auch die konservative Seite noch kein Kapital draus schlagen will. Grundsätzlich ist ein Mensch ohne Fehler, selbst ohne so doofe wie die von Frau Käßmann, für mich kein Vorbild. Vorbild ist für mich ein Mensch, der mit seinen Verfehlungen 'gut' umgeht: dazu steht, nichts vertuscht, die 'normalen' Konsequenzen in Kauf nimmt (also das Gerichtsverfahren) und daraus lernt. Ich glaube, diese Zeit, die sie jetzt durchlebt und durchleidet wird sie für alle Zeiten von sämtlichen Blackouts (Friedrich Schorlemmer) bewahren.

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