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Homosexualität im Pfarrhaus

Pietisten wollen biblische Position vertreten

<b>»Homosexualität bleibt Sünde«:</b> Die Frage des Zusammenlebens homosexueller Paare im Pfarrhaus ist in Württemberg noch nicht geklärt. Foto: UK-Archiv

»Homosexualität bleibt Sünde«: Die Frage des Zusammenlebens homosexueller Paare im Pfarrhaus ist in Württemberg noch nicht geklärt. Foto: UK-Archiv

In der Debatte über den Umgang der Kirche mit Homosexuellen sollten Christen nach Ansicht des Vorsitzenden des württembergischen Evangelischen Gemeinschaftsverbands »Die Apis«, Steffen Kern, eine klare biblische Position vertreten.

»Wir wollen Sünde und ihre Folgen beim Namen nennen, aber zugleich die Menschen annehmen«, sagte Pfarrer Kern bei der Landesgemeinschaftskonferenz vor mehr als 3.000 Zuhörern in Stuttgart. In der württembergischen evangelischen Landeskirche soll die Frage des Zusammenlebens homosexueller Paare im Pfarrhaus bereits in einigen Monaten endgültig geklärt werden.

Eine Entscheidung der Synode zum Pfarrdienstgesetz wird den Angaben zufolge für die Frühjahrssynode erwartet.

Im Oktober hatten sich Synode und Kollegium des Oberkirchenrats der Landeskirche zu einem Studientag getroffen. Anlass war der Gesetzentwurf der Evangelischen Kirche in Deutschland für ein bundesweit einheitliches Pfarrerdienstrecht, der eine Öffnung der Pfarrhäuser für gleichgeschlechtliche Paare zulässt.

Außerdem sollte niemand vergessen, dass er selbst Sünder sei, sagte Kern, der auch der württembergischen Landessynode angehört.

Jesu Verhalten sei vorbildhaft: Er habe sich zuerst an die Seite der Ehebrecherin gestellt und sie erst dann aufgefordert, nicht mehr zu sündigen. Auch in Krisen halte die Liebe zusammen, betonte Kern.

Zum Gemeinschaftsverband »Die Apis« gehören 500 pietistisch geprägte Gemeinschaften in Württemberg sowie im bayerischen Allgäu. epd

Dieser Beitrag wurde am 2.11.2011 um 09.26 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
MA schrieb am 17.11.2011 18:08:

Finde ich gut. Man darf sich nicht zu weit von Gott entfernen, sonst macht die Kirche sich überflüssig.
Es scheint nun in Westfalen mit der neuen Präses auch hier hoffentlich bald ein anderer Wind zu wehen.

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