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Käßmann kritisiert Ladenöffnung am Sonntag

<b>Bei den Ladenöffnungszeiten haben wir die Wahl</b>: EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann plädiert für den arbeitsfreien Sonntag. Foto: Matty Symons

Bei den Ladenöffnungszeiten haben wir die Wahl: EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann plädiert für den arbeitsfreien Sonntag. Foto: Matty Symons

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat sich deutlich gegen verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen.

»Wir brauchen einen Rhythmus von Arbeits- und Feiertagen, damit unsere Gesellschaft nicht einem kollektiven Burn-out unterliegt«, schrieb die hannoversche Landesbischöfin in der »taz« . Zwar müssten auch jetzt viele Menschen am Sonntag arbeiten wie in Krankenhäusern, Altenheimen oder bei der Feuerwehr. »Aber bei den Ladenöffnungszeiten haben wir die Wahl.«

Hintergrund ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Berliner Ladenöffnungsgesetz, das am Dienstag (1. Dezember) erwartet wird.

Nach der seit 2006 geltenden Regelung dürfen in Berlin die Geschäfte an bis zu zehn Sonntagen öffnen, darunter an allen vier Adventssonntagen von 13 bis 20 Uhr. Dagegen hatten die evangelische und katholische Kirche geklagt.


»Der Sonntag darf nicht Alltag werden«

Käßmann: »Wenn wir die Sonntage den Alltagen gleich machen und alle Geschäfte öffnen, dann gibt es nur noch den Gleichklang von sieben Werktagen.«

Die Gesellschaft lebe davon, dass Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen Zeit miteinander verbringen können: im Gottesdienst, bei Aktivitäten im Sportverein, bei Dorf- und Stadtteilfesten, bei Kulturveranstaltungen, fügte die Repräsentantin von rund 25 Millionen Protestanten in Deutschland hinzu. epd

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Dieser Beitrag wurde am 28.11.2009 um 14.42 Uhr veröffentlicht.

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