Bauern in Existenz bedroht
Kirchen wollen im Milchkonflikt vermitteln

In ihrer Existenz bedrohte Bauern: Im eskalierenden Milchkonflikt wollen die beiden großen Kirchen auf verschiedenen Ebenen vermitteln. Foto: Udo Ingber
Die Agrarverbände der beiden großen Kirchen haben sich als Vermittler im eskalierenden Konflikt um die Milchpolitik in Deutschland angeboten.
Der evangelische Ausschuss für den Dienst auf dem Lande und die Katholische Landvolkbewegung forderten in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung eine demokratische Konfliktkultur. Wie der Vorsitzende des evangelischen Agrarverbandes, Markus Harke (Bad Kreuznach) mitteilte, stehen viele in ihrer Existenz bedrohte Milchbauern seit Monaten unter enormem psychischen Druck.
In einigen Regionen Deutschlands seien wegen der Milchpreispolitik Familien, Berufskollegen, Nachbarschaften und Dorfgemeinschaften entzweit, heißt es in der Mitteilung. Nach Auffassung der kirchlichen Landorganisationen sind friedliche agrarpolitische Demonstrationen für die eigenen Anliegen berechtigt.
Bei öffentlichkeitswirksamen Protestaktionen bestehe allerdings die Gefahr, in eine Eskalationsspirale zu geraten, um eine Medienresonanz zu bewirken.
Zudem seien pauschale Schuldzuweisungen an die jeweiligen Verbände nicht zielführend. epd
Internet: www.lja.de; www.klb-deutschland.de
Dieser Beitrag wurde am 23.12.2009 um 13.10 Uhr veröffentlicht.
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