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Internet-Predigten können verheerend wirken
Die elektronischen Datenbanken mit Predigten im Internet gefährden nach Auffassung des Schriftstellers Heinz Kattner die Glaubwürdigkeit der Pfarrer.
Jeder Prediger müsse seine eigene Sprache finden, sagte Kattner im epd-Gespräch. Nur dann sei er glaubwürdig und wirksam. Der 64-Jährige arbeitet seit 30 Jahren als Dozent für Predigtsprache. Wenn die Predigt nicht zum Pfarrer passe, könne es verheerend werden.
Nach Kattners Auffassung gibt es bereits viel zu viele Predigt-Datenbanken.
Ziel seiner Kurse sei es, dass Pfarrerinnen und Pfarrer die theologische Fachsprache ablegten und mehr die eigenen Stärken wie Humor oder die Fähigkeit zur bildhaften Darstellung einsetzten.
Sie sollten lernen, auf Phrasen und Redewendungen zu verzichten.
Als Beispiel für formelhafte Theologensprache nannte Kattner etwa die Wendung von der »versöhnenden und heilmachenden Erfahrung des Glaubens in der Nachfolge Jesu«.
Nach Kattners Beobachtung hat sich in den letzten Jahren die Verständlichkeit der Predigten verbessert.
Es gebe allerdings auch Kirchgänger, die sich an die besondere Sprache gewöhnt hätten und solche Formulierungen erwarteten. Durchgesetzt habe sich die Auffassung, dass eine Predigt weniger belehren und informieren, sondern mehr vermitteln sollte. epd
Dieser Beitrag wurde am 27.10.2011 um 10.49 Uhr veröffentlicht.
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