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Gravierende Konsequenzen möglich

Blutprobe ergibt sogar 1,54 Promille

Margot Käßmann

Margot Käßmann

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover war Bischöfin Margot Käßmann sogar mit 1,54 Promille unterwegs.

Dies hat nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft Hannover, Jürgen Lendeckel, die Auswertung der Blutprobe ergeben. In ersten Meldungen war die Rede von »nur« 1,3 Promille gewesen. Der Bischöfin drohen nun ein einjähriger Führerscheinentzug und eine Geldstrafe von einem Monatsgehalt.

Ein Ermittlungsverfahren gegen die hannoversche Landesbischöfin ist laut Staatsanwaltschaft bereits eingeleitet worden.

Ob Käßmann bei der erneuten Beantragung des Führerscheins eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung - den so genannten Idiotentest - absolvieren muss, wird die Führerscheinstelle entscheiden müssen. Möglicherweise muss sie auch mit Konsequenzen seitens der Kirche rechnen.

Der Sprecher der Landeskirche, Johannes Neukirch, sagte dem epd, seit 2008 gebe es kein Disziplinarverfahren mehr in solchen Fällen. Wenn ein Beamter oder eine Beamtin der Landeskirche erstmals mit Alkohol am Steuer gestoppt werde, gebe es in der Regel eine Rüge.

»Die Bischöfin wird behandelt wie jede andere Pastorin auch«, erläuterte Neukirch. Die Kirche wolle zunächst die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abwarten.

Der Wittenberger Theologe Friedrich Schorlemmer führte die Alkoholfahrt Käßmanns auf den Druck ihres Amtes zurück. »Das ist ein Blackout, der leider immer wieder Leuten passiert, die in öffentlichen Ämtern unter Dauerstress stehen», sagte Schorlemmer der »Leipziger Volkszeitung«.

Dies sei trotzdem eine Verfehlung, die nicht einfach zu rechtfertigen sei, so Schorlemmer. Er rate Käßmann, offen zu ihrem Fehler zu stehen, auch wenn es nicht einfach werde. epd


Kommentar: Margot, bleib!
Polizei stoppt Bischöfin Käßmann

Dieser Beitrag wurde am 23.2.2010 um 13.00 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Schallblech schrieb am 23.02.2010 15:41:

Bei DerWesten.de steht, daß möglicherweise Krebsmedikamente im Spiel waren, die den Promillewert hochtreiben können. Natürlich muß sie das wissen, falls sie solche Medikamente genommen hat, trotzdem, es erschwert natürlich die Selbsteinschätzung erheblich.
Herr Schorlemmer rät Frau Käßmann, zu ihrem Fehler zu stehen? Das hat sie doch von vorneherein getan! Bei einem katholischen Kollegen wäre das wieder fein säuberlich unter irgendeinem Teppich verschwunden (falls es noch einen gibt, wo genug Platz drunter ist).

gumma schrieb am 23.02.2010 15:45:

Was mich doch mal interessieren würde: Ist es eigentlich normal, dass die Polizei die Namen von bekannten Alkoholsündern an die Presse weitergibt? Oder muss man es einfach als selbstverständlich hinnehmen, dass es da dunkle Informationskanäle gibt?

Übrigens: Sie soll trotzdem bleiben!

Anke Beilharz-Wüster schrieb am 24.02.2010 01:07:

Auch ich hoffe das Frau Käßmann uns als Bischöfin erhalten bleibt!
Aber: Wer am Steuer eines Autos sitzt,hat NICHT zu trinken. Wer Dann evtl, auch noch Tabletten nimmt, erst recht NICHTEs gibt in Deutschland auch keinen Zwang auf Sitzungen oder Ähnlichem Alkohol zu trinken. Eine Frau Käßmann hat auch genug Selbstbewußtsein (garantiert), sich NICHT unter Druck setzten zu lassen, Alkohol trinken zu sollenAlle die jetzt abwiegeln, war doch sooo schlimm auch nicht, Gott sei Dank ist niemand zu schaden gekommen!!! Hat schon jemand die Unfallopfer von Alkoholfahrten im Krankenhaus oder der Leichenhalle besucht?
ABER unsere Bischöfin soll sie bleiben. Ich will ja auch keinen ersten Stein werfen, aber mein ehemaliger Mann war Alkoholiker und ich kann auch auf jeder Feier alkoholfrei bleiben, wenn ich Auto fahre.

MA schrieb am 26.02.2010 19:13:

Lieber Schallblech,
warum so katholikenfeindlich. Ich finde das schade, wenn ein "Problem" auf evangelischer Seite sofort mit der antikatholischen Keule beantwortet wird. Jemandem, der wie ich für die Ökumene eintritt und sich engagiert, tut das sehr weh.

Schallblech schrieb am 27.02.2010 07:57:

Nicht katholikenfeindlich - realistisch. Ich habe viele Katholiken um mich, auch in meinem Posaunenchor. Die sehen das genauso.

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