UK - Unsere Kirche > Startseite
Montag, 21.05.2012
Sie sind hier: UK  > Kirche > aktuell > Bischof Fischer: Christlicher Glaube ist gefährdet

Die UK-Weblogs

Chefsache

Unfairer Alarm-Journalismus

4. Stock, links

Bibel-Blog hier!

Umfrage

Hannelore Kraft - die neue Hoffnung der SPD?

Jau! Hannelore, Du wirst unsere neue Bundeskanzlerin!

Bloß nicht. Du hast versprochen, in NRW zu bleiben.

Bloß nicht. Du wirst eh überschätzt.

Ergebnis ansehen

Werbung

Werbung

Protestanten feiern Reformationstag

Bischof Fischer: Christlicher Glaube ist gefährdet

<b>Martin Luther</b> und die 95 Thesen: Protestanten feiern an diesem Sonntag den Reformationstag. Foto: Hoeffchen

Martin Luther und die 95 Thesen: Protestanten feiern an diesem Sonntag den Reformationstag. Foto: Hoeffchen

Der christliche Glaube ist nach Ansicht des badischen evangelischen Landesbischofs Ulrich Fischer gefährdet.

Weil die Christenheit kein eindrucksvolles Bild besonderer Geschlossenheit abgebe, drohe eine Gefahr von innen, sagte Fischer am Reformationstag in einer Predigt in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis). Zugleich kämen die äußeren Feinde des Christentums im Gewand der Gleichgültigkeit und eines immer aggressiver werdenden Atheismus daher.

Die heutigen Kirchen seien aber anders als zur Zeit des Reformators Martin Luther nicht bedroht durch feindliche Mächte, die mit militärischer Gewalt evangelischen Glauben ersticken wollten.

Auch drohe keine Türkengefahr, »selbst wenn Herr Sarrazin dies behauptet«, sagte der Bischof in Anspielung auf die umstrittenen Äußerungen des ehemaligen Bundesbankvorstands zur Zuwanderung.

Ob Christus oder Mohammed Herr der Welt sei, dürften und könnten Christen nicht anders entscheiden, als in einen Dialog mit dem Islam einzutreten.

Dabei dürften Christen allerdings das Bekenntnis zu Jesus Christus nicht verschweigen, sagte Fischer laut Predigttext.

Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich zeigtebsich in seiner Predigt zum Reformationstag besorgt über die überdurchschnittlich hohe Ausländerfeindlichkeit bei Protestanten.

»Mit Schrecken« habe er in einer aktuellen Studie gelesen, dass in »evangelischen Kreisen« die Ausländerfeindlichkeit und »ein Überlegenheitsgefühl gegenüber Migranten« stärker ausgeprägt seien als im Rest der Gesellschaft, sagte Friedrich in Regensburg.

Friedrich bezog sich dabei auf die kürzlich erschienene Studie »Die Mitte der Krise« der Friedrich-Ebert-Stiftung, in der rechtsextreme Tendenzen in Deutschland untersucht worden waren.

Evangelische Christen müssten gegenüber anderen Menschen eine Haltung entwickeln, die das Fremde und den Fremden zulasse, mahnte der Bischof. In der Evangelischen Kirche in Bayern gebe es gegenüber rechtem Gedankengut keine Toleranz.

Mit zahlreichen Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen erinnern protestantische Christen an diesem Sonntag bundesweit an den legendären Thesenanschlag durch Martin Luther (1483-1546) vor fast 500 Jahren.

Ob Luther seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist zwar historisch nicht gesichert. Die öffentliche Wirkung ist jedoch unumstritten, die von der Anprangerung kirchlicher Missstände wie dem Ablasshandel ausging und letztendlich zur Begründung der protestantischen Kirchen führte.

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das traditionelle Reformationsfest in Wittenberg.

Dazu werden rund 25.000 Besucher erwartet. Zu dem Programm gehören Festgottesdienste, Musik- und Theateraufführungen, ein Historienspektakel und ein internationales Konfirmandentreffen mit 500 Teilnehmern.
epd

Dieser Beitrag wurde am 31.10.2010 um 13.44 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Matthäus53 schrieb am 01.11.2010 14:06:

Die Botschaft von Bischof Fischer zum Reformationstag ist fast uneingeschränkt zuzustimmen, nur die Aussage, "Ob Christus oder Mohammed Herr der Welt sei, dürften und könnten Christen nicht anders entscheiden, als in einen Dialog mit dem Islam einzutreten" kann nicht unkommentiert stehen bleiben.
Für uns Christen muß klar sein : Christus ist der Herr der Welt und sie können nicht anders entscheiden, als in einen Dialog mit dem Islam einzutreten, weil hierzu der Auftrag im 28. Matthäus Evangelium erteilt wurde !
Ob Mohammed ein Apostel, ein großer Prophet oder nur ein Religionsgründer war , ähnlich den Gründern der Mormonen- bzw. der Scientology Kirche oder den Jeh. Zeugen , muß weiterhin zeit-und religionskritisch beleuchtet werden wie alle geschichtlichen und religiösen Wichtigkeiten unserer Welt.
Auf jeden Fall legte Christus den Grundstein für unsere Kirche und Luther wollte schon vor über 493 Jahren wieder zum Ursprung der Lehre zurück.
Beide großen Kirchen arbeiten heute noch an inneren Reformen, die im Augenblick auf Kosteneinsparungen; wie Rückzug aus der Fläche, Schließung von Kirchen und Einsparungen von Pfarrern ausgerichtet sind.
So gehen die Leute heute leider eher zum Phsychologen anstatt zum Pfarrer, was eigentlich als modernen ärztlicher Ablasshandel gegen Honorarrechnung anzusehen ist !

Matthäus53 schrieb am 01.11.2010 15:24:


Die Aussagen von Bischof Fischer sind größtenteils positiv und zuzustimmen, aber ! : " Ob Christus oder Mohammed Herr der Welt sei, dürften und könnten Christen nicht anders entscheiden, als in einen Dialog mit dem Islam einzutreten" ist so nicht ganz richtig!
Richtig muß es ganz deutlich heißen, dass für Christen der Autrag klar sein muß , Christus ist Herr der Welt und nicht Mohammed.
War Mohammed überhaupt ein Prophet oder nur ein vermeintlicher Apostel ähnlich der Kirchen-Gründer, der Kirchen der Mormonen, Zeugen Jeh. oder Scientology ?, Hierüber muß frei gesprochen und geforscht werden.
Christen können nicht anders entscheiden, als in einen Dialog mit dem Islam einzutreten und den Auftrag gemäß des 28. Matthäus Evangeliums ausführen !.

Schallblech schrieb am 01.11.2010 16:27:

Also den Satz "Ob Christus oder Mohammed Herr der Welt sei, dürften und könnten Christen nicht anders entscheiden, als in einen Dialog mit dem Islam einzutreten." Verstehe ich auch nicht. Das ist doch gar keine Frage, wer Herr der Welt ist - und entscheiden können wir daran auch nichts.
Daß Christen mit Muslimen in Dialog treten sollen, ist zwar richtig, aber doch ein ganz anderes Thema. Wenn Bischof Fischer das wirklich so gesagt hat, dann hätte ich gerne ein wörtliches Zitat. So sieht es eher nach einem Hör- oder Ausdrucksfehler aus.

michael777 schrieb am 05.11.2010 12:49:

Jetzt weiß ich wieder warum ich aus dieser Landeskirche ausgetreten bin. Nicht aus Unglaube sondern wegen meines Glaubens.
Was feiert ihr am Reformationstag eigentlich? Würde Luther heute leben hätte er die 95 Thesen an eine evangelische Tür genagelt. Solche Allheilsprediger wie dieser Bischof sind die größte Gefahr für eine christliche Kirche.

Pirol schrieb am 05.11.2010 13:38:

Ich bin nach 14 Jahren wieder in die Kirche eingetreten. Und warum? weil ich eine Gemeinde gefunden habe, in der es richtig gut tut, mit zu machen. Pfeif auf den Bischof.

Eigenen Kommentar schreiben
Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare verfassen zu können.
Loggen Sie sich hier ein, falls Sie schon einen Account haben
Melden Sie sich hier kostenlos an
Evangelisch in Westfalen und Lippe
Informationen aus den Kirchenkreisen der EKvW und aus der Lippischen Landeskirche auf den jeweiligen Seiten (klicken Sie auf den gewünschten Bereich).
Karte