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Es darf nur nicht so heißen

Beichten ist wieder attraktiv

<b>Beichten</b> ist offenbar wieder sehr gefragt. Es heißt nur nicht mehr so. Foto: Arevhamb

Beichten ist offenbar wieder sehr gefragt. Es heißt nur nicht mehr so. Foto: Arevhamb

Das Beichten ist nach Ansicht von Michael Diener, dem Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, wieder attraktiv geworden.

Moderne Formen der Beichte seien sehr gefragt, man dürfe die Angebote nur nicht »Beichte« nennen, sagte Diener beim Auftakt von »Inno 2012 - Innovationsforum für die Kirche für heute« in Stuttgart. Bei dem zweitägigen Forum treffen sich Mitarbeiter aus Freikirchen und Landeskirchen, um neue Formen von Kirche vorzustellen.

Laut Diener geschieht in Gesprächsangeboten nach dem Gottesdienst das, was früher in Beichtgesprächen passierte.

Menschen öffneten sich und erzählten von ihren Problemen und ihrer Not, sagte Diener, der auch Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes ist.

Peter Wenz, Pastor der charismatischen Gemeinde »Gospelforum Stuttgart«, sagte, in seiner Gemeinde werde nicht von »Beichte«, sondern von »Lebensberatung« gesprochen.

Beichte sei wichtig, denn es sei befreiend, im persönlichen Gespräch alles Belastende loszuwerden.

Die Gemeinde gehört mit mehr als 4.000 Gottesdienstbesuchern pro Sonntag zu den größten in Deutschland. Viele Menschen sehnten sich nach Transzendenz, darauf müssten Christen eingehen.

Das »Gospelforum« sei deshalb auch schon auf Esoterik-Messen gewesen und habe Vorträge über »christozentrisches Heilen« angeboten.

Alexander Garth, Leiter der »Jungen Kirche Berlin«, sagte, dass die Kirche ein Kommunikationsproblem habe. Viele säkulare Menschen hielten Kirchen für altmodisch oder nicht relevant für ihr Leben.

Dies liege daran, dass viele Gemeinden einseitig seien: Entweder seien es »weltfremde Kuschelclubs«, die sich nur um die eigene Erbauung kümmerten, aber nicht um die Probleme der Gesellschaft.

Oder die Gemeinden neigten zum anderen Extrem: Sie seien zwar sehr sozial engagiert, hätten dann aber meist wenige geistliche und seelsorgerlichen Angebote. epd

Dieser Beitrag wurde am 25.1.2012 um 10.58 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Pirol schrieb am 26.01.2012 09:16:

"Viele säkulare Menschen hielten Kirchen für altmodisch oder nicht relevant für ihr Leben.

Dies liege daran, dass viele Gemeinden einseitig seien: Entweder seien es »weltfremde Kuschelclubs«, die sich nur um die eigene Erbauung kümmerten, aber nicht um die Probleme der Gesellschaft.

Oder die Gemeinden neigten zum anderen Extrem: Sie seien zwar sehr sozial engagiert, hätten dann aber meist wenige geistliche und seelsorgerlichen Angebote."

Das kann ich nur zu 100% unterschreiben!

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