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Woche vom 21. bis 27. Februar

Mose bleibt zurück

<b>Blick</b> vom Berg Nebo.   Foto: Walter Schroeder

Blick vom Berg Nebo. Foto: Walter Schroeder

Sonntag: Psalm 91; Montag: 5.Mose 31, 1-8; Dienstag: 5.Mose 33, 1-5.26-29; Mittwoch: 5.Mose 34, 1-12; Donnerstag: Johannes 11, 1-10; Freitag: Johannes 11, 11-19; Samstag: Johannes 11, 20-31

Die letzten Kapitel im 5. Buch Mose sind bewegend zu lesen. Mose segnet die Stämme für eine weite und offene Zukunft, so wie es ähnlich auch schon in 1.Mose 49 überliefert ist.

In der Synagoge des Krankenhauses Hadassa im Süden Jerusalems sind oben die Fenster von Marc Chagall mit den verschiedenen Motiven dieses Segens gestaltet.

Die leuchtende Farbenpracht ist überwältigend und zeigt, wie sehr dieser Segen durchgetragen hat durch die Zeiten und die Tora bei allem Wandel bis heute als das Lebenselement dieses Volkes verstanden wird.


Mose muss zurückbleiben

Bewegend ist auch der Abschnitt über den Tod des Mose. Obwohl er Gottes Freund und Mitarbeiter war, durfte er wegen eines vielleicht nur kleinen Ungehorsams das verheißene Land nicht betreten.

Allerdings durfte er auf den Berg Nebo (heute Jordanien) steigen und jenen grandiosen Blick in sich aufnehmen, den man von dort aus etwa 900 Meter Höhe über das weite Jordantal hat. Bei klarem Wetter kann man schließlich sogar die Spitzen Jerusalems geradeaus am Horizont erkennen.

120 Lebensjahre wurden Mose zugemessen, seine Augen waren frisch bis zum Tode und seine Manneskraft war nicht erloschen, wie ausdrücklich erwähnt wird. Gott selbst – so wird überliefert – habe ihn begraben in der Nähe dieses Berges, wo genau, ist bis heute verborgen geblieben.

Zur Passionszeit werden die Lesungen im Johannesevangelium wieder aufgenommen. Allerdings überspringt der Plan die Kapitel 4-10. Die kommen im Juli/August dran, weil manche Gemeinden ihre Sommerseminare und Bibelfreizeiten darauf ausrichten.


Macht über Tod und Leben

Mit der Auferweckung des Lazarus wird als Auftakt gleich ein Schwerpunkt gesetzt. Es wird eben nicht nur der Leidensweg Jesu beschrieben, das auch, aber Johannes ist es wichtig hervorzuheben, dass dieser Weg des Leidens in Wahrheit und letzten Endes der Auferstehungsweg des Herrn ist.

So ist die Erweckung des Lazarus nicht als interessantes Einzelschicksal aufgeschrieben worden, sondern als machtvolles Zeichen dessen, der die Macht hat über Tod und Leben.

Aber während Lazarus nur in seinem sterblichen Leib wiederbelebt worden ist, also am Ende seines Erdenlebens den irdischen Tod erneut vor sich hatte, ist die Auferstehung Jesu dem Schöpfungsakt am Anfang der Welt vergleichbar. Siehe, ich mache alles neu!

Und hier schon auf die Frage der zweifelnden Marta hin: Wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Der irdische Tod wird dann also keine Vernichtung sein und in der Ewigkeit keinen Bestand haben. Auch wenn Maria diesen Zusammenhang offenbar noch nicht verstanden hat.

Wie sollte sie auch? Walter Schroeder

Dieser Beitrag wurde am 28.2.2010 um 00.00 Uhr veröffentlicht.

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