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Samstag, 01.11.2014
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Zitat

»Der Deutsche Bundestag hat sehr klar gesagt, Reformation ist ein Ereignis von Weltrang mit Bedeutung für ganz Deutschland - das sollte einen Feiertag wert sein.«

Margot Käßmann, EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017

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Woche vom 25. bis 31. Dezember

Gottesknecht - wer bist du?

Jesus verblüfft seine Lehrer im Tempel, hier eindrucksvoll dargestellt von Albrecht Dürer. Foto: Web Gallery

Jesus verblüfft seine Lehrer im Tempel, hier eindrucksvoll dargestellt von Albrecht Dürer. Foto: Web Gallery

Sonntag (1. Weihnachtstag): Lukas 1, 46-55; Montag (2. Weihnachtstag): Lukas 2, 29-32; Dienstag: Jesaja 52, 13-53, 5; Mittwoch: Jesaja 53, 6-12; Donnerstag: Jesaja 54, 1-10; Freitag: Jesaja 55, 1-5; Samstag (Silvester): Jesaja 55,6-13

Zum Fest ausgewählt sind wieder Abschnitte aus dem Lukasevangelium, nachdem die Vorgeschichten des ersten Evangeliums zum Auftakt des Matthäusjahres in der vorigen Weihnachtszeit an der Reihe waren. Und weil das Markus-Evangelium, das im neuen Jahr gelesen wird, keine Geschichten von der Geburt und Kindheit Jesu überliefert hat, ist nun wieder Lukas auf dem Plan. Aber es sind nicht die Geschichten vom Kleinkind, die in diesem Jahr ausgewählt wurden, sondern die vom jugendlichen Jesus, der im Tempel seine Lehrer verblüfft, Ereignisse, die nur hier überliefert sind, die jedoch von Anfang an darauf hinweisen, dass der Weg vor der Krippe zum Kreuz führen wird.

Der Geschlagene als der Erlöser

Von den Gottesknechtsliedern ist Jesaja 53 wohl das bekannteste. Dieser Text entfaltet auf dem Hintergrund der Weihnachtszeit seine ganze Wucht und Schwere, aber auch seine ganze Leuchtkraft.

Gottes Zuwendung ist durch das Fehlverhalten der Menschen nicht erloschen. Er hat vielmehr seinen Weg zu den Menschen unbeirrbar fortgesetzt. Aber das ist das Besondere und auch Unfassbare: Der Leidende und der Geschlagene ist der Erlöser, nicht der strahlende Gottkönig! Die Passionszeit ist von vornherein im Blick.

Gottesknecht - wer bist du?

Eine Frage bleibt: An wen dachten damals, ein halbes Jahrtausend vor Christus, in jener Zeitenwende der Antike, als Reiche zerfielen und neue Weltordnungen entstanden, die Israeliten bei diesen Worten, die nach langjährigem Exil nun endlich wieder in ihre Heimat zurück kehren konnten, die doch die meisten von ihnen aus eigenem Erleben gar nicht mehr kannten?

War es ein einzelner, Jesaja vielleicht? Oder stand der Begriff des Gottesknechtes für das ganze Volk oder die Gemeinde in der babylonischen Verbannung?

Es handelte sich ja ausdrücklich nicht um eine Verheißung für die Zukunft, denn das Lied ist in der Vergangenheitsform geschrieben: Er „trug“ unsere Schmerzen. Wir „hielten“ ihn für den, der gemartert wäre!

Vielleicht schließen sich die unterschiedlichen Deutungen aber gar nicht aus, sondern enthalten verschiedene Aspekte der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen.

Gottes Volk wird gedeihen

Die Kapitel 54 und 55 sind die letzten, die in diesem Prophetenbuch dem zweiten Jesaja zugeordnet werden. Gott wendet sich den Geschundenen wieder zu.

Er hat sein Volk nie aus den Augen verloren oder endgültig verstoßen.

Wie in den Zeiten Noahs tut Gott einen neuen Schwur, weil seine Gnade nie von Israel weichen wird. Auch wenn Gottes Pläne himmelhoch über den Menschen stehen (wie bei Hiob) wird sein Volk gedeihen wie ein fruchtbares Land unter der Sonne seiner Gnade.

Gottes Pläne kommen zu ihrem Ziel: Ihr sollt in Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden! Kraftvolle Worte zum Jahresausklang! Walter Schroeder

Dieser Beitrag wurde am 31.12.2011 um 00.00 Uhr veröffentlicht.

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