Jörg Zink: »Mehr über den Glauben wissen«
Laien werden in der Kirche größere Rolle spielen

Jörg Zink Foto: www.predigtpreis.de
Nach Ansicht des Bestsellerautors und Theologen Jörg Zink werden Laien künftig in der Kirche eine größere Rolle spielen.
Nach grundlegenden Reformen in den nächsten Jahrzehnten würden die Kirchen künftig »mehr und mehr von Laien geleitet und verwaltet«, sagte der 88-jährige Publizist aus Stuttgart in einem auf der Website des ökumenischen Predigtpreises veröffentlichten Interview.
Die theologischen Laien müssten daher in Zukunft auch mehr Wissen über den Glauben mitbringen.
Er wolle mit seinen Büchern »zu einer Literatur über den Glauben beitragen, auf die sie zurückgreifen können«, sagte Zink. Im Blick auf seinen neuen Titel »Vom Geist des frühen Christentums« (Kreuz-Verlag) sagte er, die Menschen aus den ersten Jahrhunderten der Kirche könnten heute den Weg in die Zukunft zeigen: »Sie sagen: Wo Gottes Geist am Werk ist, da gewinnen Menschen Zuversicht, da ändern sie sich selbst und ihre Umwelt.
Dann werden Sie fähig, ihren Glauben in Worte zu fassen.«
Der ökumenische Predigtpreis, der die Redekunst in den Kirchen fördern soll, wird seit dem Jahr 2000 vom Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn vergeben. Es gibt ihn in den Kategorien »Lebenswerk« und »Beste Predigt«.
Die Verleihung 2011 findet am Buß- und Bettag, 16. November, in der Bonner Schlosskirche statt. Die Auszeichnung ist undotiert.
Der frühere Fernsehpfarrer Zink erhielt 2004 den Preis für sein Lebenswerk. epd
Dieser Beitrag wurde am 17.5.2011 um 07.56 Uhr veröffentlicht.
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