Studie
Glaube macht in Deutschland nicht automatisch glücklich

Der Glaube an Gott macht nicht automatisch glücklicher: Das hat eine Studie der Berliner Humboldt-Universität ergeben. Foto: Subbotina Anna
Deutschen, die an Gott glauben, geht es nicht automatisch besser als Ungläubigen.
Wie die Humboldt-Universität in Berlin mitteilte, gibt es in Ländern, in denen Religion keine besondere Bedeutung beigemessen wird, keinen Zusammenhang zwischen Glauben und persönlichem Wohlbefinden. Forscher der Universität kamen zu dem Ergebnis, nachdem sie die anonymisierten Daten von 200.000 Mitgliedern einer Online-Partnervermittlung ausgewertet hatten.
Ihre Untersuchung zeigte auch, dass sich Glauben in Ländern, in denen Religion verbreitet und gesellschaftlich angesehen ist, tatsächlich positiv auf die Psyche auswirkt.
Beispielsweise in der Türkei, in Polen und Russland hätten Gläubige ein höheres Wohlbefinden und Selbstwertgefühl, hieß es. Die Psychologen vermuten, dass dieses Gefühl auf der Wertschätzung beruht, die religiösen Menschen in diesen Ländern von der Gesellschaft entgegengebracht wird.
»Dieser Effekt bleibt natürlich aus, wenn Religiosität in der jeweiligen Gesellschaft keine besondere Bedeutung hat«, erklärte Jochen Gebauer, Mitautor der Studie. epd
Dieser Beitrag wurde am 11.10.2011 um 07.10 Uhr veröffentlicht.
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| Christoph Hartlieb schrieb am 12.10.2011 21:29: Automatische Besserung zu erwarten, wäre wohl auch Gotteslästerung. Ich habe es so verstanden: Christen haben vielleicht deshalb mehr Reserven, nicht weil sie mehr Achtung von ihren Mitmenschen erfahren, sondern weil der Gott des Lebens und der Liebe ihnen in der Taufe zusagt: Ich sage ja zu dir. Du bist ok, du bist ein vollwertiger Mensch, wie du bist. Mach also etwas aus deinem Leben! |
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