Ramadan beginnt
Der Monat der guten Taten

Nur gucken, nicht anfassen: Im Fastenmonat Ramadan dürfen Muslime nichts essen oder trinken, solange die Sonne am Himmel steht. Abends wird aufgetischt, morgens klingelt der Wecker vor Sonnenaufgang. Foto: V. Wrange
Für Muslime hat am Mittwoch (11. August) der Fastenmonat Ramadan begonnen.
Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam. Der heilige Monat Ramadan, der neunte im islamischen Mondjahr, wandert durch das Kalenderjahr und wird in diesem Jahr vom 11. August bis 8. September gefeiert. Am 9. September folgt das Fest des Fastenbrechens.
Der Ramadan beginnt und endet, wenn die Mondsichel nach Neumond erstmals wieder sichtbar ist.
Das kann von Land zu Land variieren. Entsprechend kann der Ramadan einen Tag früher oder später beginnen. In Deutschland haben sich die im Koordinierungsrat zusammengeschlossenen islamischen Dachverbände auf einen einheitlichen Zeitrahmen verständigt.
Im Ramadan sind die Gläubigen aufgerufen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr zu verzichten.
Abends endet das Fasten mit einem festlichen Mahl, dem Iftar. Ausgenommen von der Fastenvorschrift sind Alte und Kranke, Kinder, Schwangere und Reisende sowie Soldaten im Krieg.
Weltweit gibt es etwa eine Milliarde Muslime.
In Deutschland leben einer Studie des Bundesinnenministeriums zufolge zwischen 3,8 und 4,3 Millionen Muslime. Der Ramadan ist auch der Monat der guten Taten und der Läuterung von Körper und Seele. Mitmenschlichkeit und Versöhnung werden besonders angestrebt. Muslime entrichten die Armensteuer Zakat oder unterstützen Bedürftige.
Nach der Überlieferung begannen im Ramadan die Offenbarungen Gottes an den Propheten Mohammed.
Die Gläubigen widmen sich daher besonders dem Gebet und dem Studium des Korans. Abends treffen sie sich mit Freunden und Verwandten zum gemeinsamen, oft üppigen Essen oder kommen in den Moscheen zusammen.
In vielen islamischen Ländern verkürzen Geschäfte und Behörden die Arbeitszeiten.
Der Ramadan endet mit dem Fest des Fastenbrechens.
Fastenzeiten kennen die meisten Religionen. Christen fasten von Aschermittwoch bis Ostern. epd
Dieser Beitrag wurde am 11.8.2010 um 08.37 Uhr veröffentlicht.
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