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Gegen »Genderwahn«

Christliche Fundamentalisten stark in der AfD

Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist in den Augen mancher fundamentaler Christen unerwünscht. Eun Grund für sie, bei der AfD mitzumarschieren, meint der Sozialoge Andreas Kemper. Foto: Fullempty

Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist in den Augen mancher fundamentaler Christen unerwünscht. Eun Grund für sie, bei der AfD mitzumarschieren, meint der Sozialoge Andreas Kemper. Foto: Fullempty

Christliche Fundamentalisten spielen nach Ansicht des Münsteraner Soziologen Andreas Kemper innerhalb der rechtspopulistischen AfD eine wichtige Rolle.

»Ideologisch gesehen sind sie sehr stark in der AfD, besonders in Baden-Württemberg«, sagte Kemper in Hannover bei einer Versammlung der Initiative »Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus« in Hannover. Auch im Erzgebirge sei diese Gruppierung deutlich vertreten, erläuterte der Publizist aus Münster, der seit einigen Jahren über die Partei forscht.

Die christlichen Fundamentalisten in der AfD stünden auch der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung nahe, sagte Kemper.

»Sie sagen, es ist eine Christenpflicht, da mitzumarschieren.« Vor allem in Baden-Württemberg wendeten sie sich unter anderem gegen die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, die sie als »Genderwahn« abtäten, erläuterte er.

Die unterschiedlichen Flügel der AfD verbinde, dass sie gegen eine Gleichstellung von Menschen seien.

So träte der neo-liberale Zweig für einen weitgehenden Sozialabbau ein, der völkisch-nationale bediene den Rassismus. epd

Dieser Beitrag wurde am 19.2.2016 um 22.40 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Atlantica schrieb am 20.02.2016 07:48:

Also, das ist jetzt lustig. In einem vorvergangenen Beitrag bringt UK Ulrich Parzany ins Spiel. Jetzt wird vor Fundamentalismus und AFD gewarnt! Woran bitte soll sich ein normaler Leser noch orientieren?

Schallblech schrieb am 20.02.2016 08:50:

Fundamentalismus kann nie etwas Gutes sein, denn er ist mit Scheuklappen versehen, die den Blick auf alles andere versperren.
Daß die Fundis in B-W besonders stark in der AfD vertreten sind, wundert mich nicht. Ich bin dort aufgewachsen und kenne die verkniffenen Gesichter der Berufschristen und -christinnen von Jugend an...

Atlantica schrieb am 20.02.2016 09:47:

Schallblech, guten Morgen. Ich kenne den Pietismus, das Rheinland und Westfalen und auch den kühlen Norden. Christlicher Fundamentalismus lässt sich nicht in erster Linie auf den Pietismus beziehen. Du gebrauchst diesen Begriff nicht, ist er doch für B/W charakteristisch. Ein starker christlicher Glaube und ein fundamentalistischer Irrglaube, das gilt es voneinander abzugrenzen!

Alwite schrieb am 20.02.2016 11:03:

Lieber Schallblech, "Berufschristen" und verniffen, danke, treffender geht es nicht. Zu diesen passt das Wort "Genderwahn." Atlantica, der mehrmals gewandelte Pietismus meint ideologisch sicher das Gleiche, doch treten die bezeichneten Fundis nicht um einiges fanatischer auf?

Schallblech schrieb am 20.02.2016 16:36:

Es gibt nicht nur die Pietisten in B-W., Atlantica. In einem Nachbardorf meines Heimatstädtchens heißt es: "Hondert Leut' - hondert Stund'", will sagen, jeder hat seinen eigenen christlichen Kreis.

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