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Mahnung vom Europarat

Türkei und Griechenland brauchen mehr Religionsfreiheit

<b>Die Türme</b> des Klosters Mor Gabriel.        Foto: Wiki

Die Türme des Klosters Mor Gabriel. Foto: Wiki

Der Europarat hat Griechenland und die Türkei aufgefordert, religiöse Minderheiten in beiden Ländern besser zu schützen.

Die Staatenorganisation mahnte Ankara und Athen, für eine Gleichbehandlung der Minderheitengruppen zu sorgen. Für christliche Minderheiten in der Türkei und für die muslimische Minderheit in der griechischen Provinz Thrazien müssten Hindernisse beseitigt werden, die ihre Rechte einschränkten, wird einer Entschließung gefordert.

Verbesserungen seien vor allem in Bildung und Erziehung sowie bei den Eigentumsrechten notwendig.

Auch sollten die Angehörigen der Minderheiten nicht länger als »Ausländer im eigenen Land« behandelt werden.

Im griechisch-orthodox dominierten Griechenland gehören zur muslimischen Gemeinschaft Schätzungen zufolge 80.000 bis 120.000 Mitglieder. Die Zahl der griechisch-orthodoxen Christen in der Türkei wird mit weniger als 3.000 angegeben.

Unter anderem appelliert die Parlamentarische Versammlung an die Türkei, dem griechisch-orthodoxen Patriarchat in Istanbul zu erlauben, die Bezeichnung »Ökumenisches Patriarchat« zu führen.

Auch eine Enteignung von Ländereien des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel in der Südost-Türkei müsse verhindert werden.

Nicht-muslimischen Gemeinschaften in der Türkei sollte ein Rechtsstatus ermöglicht werden, der für den Erwerb von Immoblien Voraussetzung ist. Zudem wird die Wiederöffnung des griechisch-orthodoxen Priesterseminars Chalki gefordert, das der türkische Staat 1971 geschlossen hat.

Griechenland wird in der Resolution aufgefordert, der muslimischen Minderheit die Wahl ihrer geistlichen Führer zu ermöglichen. Zudem sollte Athen Programme unterstützen, die auf ein besseres Verständnis zwischen christlicher Mehrheit und muslimischer Minderheit etwa durch das Erlernen von Sprache zielen. epd

Mor Gabriel - EKD bedauert Urteil

Dieser Beitrag wurde am 28.1.2010 um 08.35 Uhr veröffentlicht.

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