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Sklavenarbeit auf Zuckerrohrplantagen

<b>Sklavenarbeit</b> im Jahr 2009: In Brasilien wurden fast 5000 Menschen aus schlimmen Arbeitsverhältnissen befreit. Foto: Wikipedia

Sklavenarbeit im Jahr 2009: In Brasilien wurden fast 5000 Menschen aus schlimmen Arbeitsverhältnissen befreit. Foto: Wikipedia

Brasiliens größter Ethanolexporteur Cosan muss wegen Ausbeutung von Arbeitern bis auf weiteres auf die Millionenkredite der staatlichen Entwicklungsbank verzichten.

Das Arbeitsministerium nahm den Konzern in die schwarze Liste jener Unternehmen auf, die Arbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen beschäftigen. An der Börse von São Paulo fiel der Aktienkurs von Cosan am Donnerstag um 5,3 Prozent.

Im Juni 2007 hatten Inspekteure des Ministeriums auf Zuckerrohrfeldern von einer der 21 Cosan-Fabriken im Bundesstaat São Paulo die Ausbeutung von Arbeitern aufgedeckt.

42 Wanderarbeitern waren gesetzlich vorgeschriebene Bedingungen wie Trinkwasser vorenthalten worden.

Sie wurden von einem Subunternehmer in Schuldknechtschaft gehalten.

Auf der aktuellen schwarzen Liste des Arbeitsministeriums befinden sich 164 Unternehmen. Die dort aufgelisteten Firmen werden zwei Jahre lang von der Finanzierung durch staatliche Banken ausgeschlossen. Ein bereits zugesagter Staatskredit von 256 Millionen Euro für den Bau einer Cosan-Zuckerfabrik liegt nun auf Eis.

2009 wurden in Brasilien nach Angaben der katholischen Kirche 4.236 Menschen aus sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen befreit, 36 Prozent davon in den Staaten des Südwestens.

Jahr für Jahr träten 25.000 bis 40.000 neue Wanderarbeiter in den »Zyklus der Sklavenarbeit« ein, sagte Xavier Plessat von der Landseelsorge dem epd. epd

Dieser Beitrag wurde am 9.1.2010 um 06.43 Uhr veröffentlicht.

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