Christliche Seefahrt
Seemannsmission will UN-Mandat für Kampf gegen Piraterie
Die Deutsche Seemannsmission hat ein UN-Mandat für den Kampf gegen die internationale Piraterie gefordert.
Vor allem »rund um Kap Horn und in Somalia« müsse die Staatengemeinschaft endlich für eine Infrastruktur sorgen, die Piratenüberfälle überflüssig mache, sagte Generalsekretärin Heike Proske zum Abschluss der Weltkonferenz der Seemannsmissionen am Dienstag in Hamburg.
Der von der Bundesregierung erwogene Einsatz privater Sicherheitsdienste an Bord sei lediglich eine »Notlösung«, sagte Proske weiter.
Der Schutz deutscher Handelsschiffe und ihrer Besatzungen sei eine staatliche Angelegenheit und dürfe daher nicht aus der Hand gegeben werden. Private Sicherheitsdienste müssten daher zumindest »staatliche Zertifikate« nachweisen.
Die Weltkonferenz der Seemannsmissionen hat Proske zufolge Vorschläge abgelehnt, die Besatzungen selbst zu bewaffnen.
»Seeleute sind nicht für den Kampf mit der Waffe ausgebildet«, sagte Proske. Empfohlen würden allerdings Trainings, um die Besatzungen auch psychologisch auf Überfälle vorzubereiten.
Vier Tage lang hatten in Hamburg rund 200 Vertreter aus 49 Ländern und insgesamt 77 Hafenstädten Chancen und Probleme der christlichen Seefahrt diskutiert.
Allein die Deutsche Seemannsmission mit Sitz in Bremen unterhält 17 Auslandsstationen und 16 Anlaufstellen in Deutschland. Zum Weltverband gehören 28 christliche Organisationen in 128 Ländern.
Internet: www.icma.as; www.seemannsmission.org
Dieser Beitrag wurde am 24.8.2011 um 07.42 Uhr veröffentlicht.
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