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»Open Doors«-Schätzungen

Rund 100 Millionen Christen werden verfolgt

<b>Nordkorea</b> – hier ein Blick auf die Hauptstadt Pjöngjang – steht an erster Stelle der Länder, in denen Christen besonders gefährdet sind. Foto: Wikipedia

Nordkorea – hier ein Blick auf die Hauptstadt Pjöngjang – steht an erster Stelle der Länder, in denen Christen besonders gefährdet sind. Foto: Wikipedia

Nach Schätzungen des Hilfswerks »Open Doors« werden weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt.

Besonders gefährdet seien Christen in Nordkorea, Afghanistan und Saudi-Arabien. Diese Länder führen den Weltverfolgungsindex 2012 an, den »Open Doors« jetzt veröffentlichte. Für die Einstufung der Länder stützt sich die Organisation nach eigenen Angaben auf Befragungen, Berichte von Übergriffen und Experteneinschätzungen.

Jährlich wird auf diesem Weg die Religionsfreiheit in 50 Ländern beurteilt.

»Open Doors« ist als überkonfessionelles Hilfswerk entstanden, das sich zunächst auf die Verfolgung von Christen in kommunistischen Ländern konzentrierte und Bibelschmuggel organisierte.

Das abgeschottete Nordkorea steht den Angaben nach zum zehnten Mal in Folge auf Platz eins der Negativ-Rangliste.

Afghanistan sei von Platz 15 auf den zweiten Platz vorgerückt, Saudi-Arabien um einen Rang nach oben auf Platz drei.

Der Revolutionen in den arabischen Ländern würden aller Voraussicht nach die Lage für Christen nicht verbessern, bilanzierte das Hilfswerk. So habe sich nach dem Ende der Herrschaft von Diktator Husni Mubarak die Lage für Christen in Ägypten sogar verschlechtert.

Mehrere Kirchen seien angegriffen worden, Islamisten machten Stimmung gegen Christen.

»Es ist ein trauriger Trend, dass sich die Verfolgung von Christen verschlimmert hat«, erklärte Markus Rode, Leiter von »Open Doors Deutschland«. Verfolgte Christen sollten unterstützt und das Gebet für sie zu einem »wesentlichen Thema« in Gottesdiensten gemacht werden. epd

Dieser Beitrag wurde am 4.1.2012 um 12.19 Uhr veröffentlicht.

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