Lage in Ägypten bleibt schwierig
Koptenbischof beklagt anhaltende Gewalt gegen Christen

Foto: rot
Der koptische Bischof Anba Damian hat sich besorgt über die anhaltende Gewalt gegen Christen in Ägypten geäußert.
»Mich belastet es schwer, dass Kirchen in Brand gesetzt, Glaubensbrüder ermordet und koptische Mädchen in meinem Heimatland entführt werden«, sagte der Bischof der koptischen Christen in Deutschland in Düsseldorf. Für die Gewalt machte er vor allem die islamistischen Salafisten verantwortlich, die zu den Siegern der Parlamentswahlen gehören.
Aber auch Teile der ägyptischen Regierung und der Geheimpolizei seien an gewalttätigen Übergriffen gegen Kopten und ihre Kirchen und Klöster beteiligt.
Damian dankte den Krankenhäusern in Deutschland dafür, dass sie in den vergangenen Jahren immer wieder schwer verletzte Opfer der Gewalttaten medizinisch behandelt, operiert und gerettet hätten.
Trotz aller Gewalterfahrungen auch nach dem Sturz des früheren Machthabers Hosni Mubarak seien die Christen in Ägypten mutiger geworden, sagte der Bischof.
Zudem habe die koptisch-orthodoxe Kirche weltweit eine Welle der Symphatie erfahren.
Etwa zehn Prozent der rund 80 Millionen Ägypter sind koptische Christen. Die koptisch-orthodoxe Kirche existiert seit dem ersten Jahrhundert nach Christus als eigenständige Kirche, sie ist damit eine der ältesten christlichen Kirchen weltweit.
In Deutschland zählt sie etwa 6.000 Mitglieder. Bischof Damian steht seit 1995 an ihrer Spitze, sein Amtssitz befindet sich in Höxter. epd
Dieser Beitrag wurde am 2.2.2012 um 11.08 Uhr veröffentlicht.
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