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Umweltschutz im Internet

Klick dich grün!

<b>Alles im grünen Bereich?</b> Umweltschutz im Internet - wie funktioniert das? Foto: julien tromeur

Alles im grünen Bereich? Umweltschutz im Internet - wie funktioniert das? Foto: julien tromeur

Hallo, Sie! Ja, genau: Sie meine ich! Sie schädigen gerade das Klima!

Ihr letzter Klick hat Sie hierher gebracht. Das war gut!

Aber er hat auch Strom gekostet. Das war schlecht. Denn Strom muss irgendwie erzeugt werden, und das geht nur auf Kosten der Umwelt.

Halt – schalten Sie nicht gleich den Computer aus!

Man kann nämlich auch »umweltschonend« durchs Internet zu surfen. Wie das gehen soll?

Lassen Sie Ihre Maus eine Weile in Ruhe und lesen Sie weiter!

Wahrscheinlich »googlen« Sie regelmäßig. Das muss doch nicht sein! Jede Google-Suche heizt das Klima an – je nach Art der Berechnung zwischen 0,2 und 10 Gramm pro Klick. Es geht auch anders: Entweder Sie greifen auf einen Anbieter mit einer energiesparenden Bildschirm-Oberfläche zurück: Blackle, Blaxle oder Earthle haben den weißen Hintergrund durch einen schwarzen ersetzt.

Das spart Kohle, Öl oder Atommüll, je nachdem, welchen Stromanbieter man nutzt – und zusätzlich ist es auch noch gut für die Lebensdauer des Bildschirms. Nachteil: Die weiße Schrift auf schwarzem Grund ist mühsam zu lesen. Und: Bei modernen Flachbildschirmen ist die Ersparnis kaum messbar.

Jeder Klick rettet Regenwald

Andere Möglichkeit: Sie setzen auf Suchmaschinen, die Klicks in bares Geld umrechnen und damit Gutes tun: Forestle, Ecosia, Ecosearch oder Afroo.

Wie das funktioniert? Jeder Klick auf die Seite einer Suchmaschine ist Geld wert. Geld, das Firmen dem Seitenbetreiber dafür bezahlen, dass sie so genannte Werbebanner auf die Seite stellen dürfen. Je mehr Klicks eine Seite durchschnittlich erzielt, desto teuer kann sie den Platz für Werbung verkaufen.

Die Einnahmen, die die »grünen« Suchmaschinen erhalten, geben sie (abzüglich einer Verwaltungspauschale) an Organisationen weiter, die sich für Umweltschutzprojekte einsetzen – und sie kaufen Zertifikate, die den eigenen CO2-Ausstoß neutralisieren. Damit die Suche auf einer breiten Basis durchgeführt werden kann, arbeiten die »grünen« Anbieter meistens mit Yahoo, seltener auch mit Google zusammen.

Bei dem deutschen Suchmaschinen-Anbieter »Forestle« wird zum Beispiel ein Regenwald-Projekt in Costa Rica unterstützt, das von der Partnerorganisation »The Nature Conservancy« verwaltet wird. Der Vorteil hier: ausführliche Hintergrundinformationen auf Deutsch (der Betreiber ist Deutscher); Suchmaschine: Yahoo. Das gleiche gilt für »Ecosia«, die vom selben Betreiber angeboten wird. Hier gehen die Einnahmen an ein WWF-Projekt, das den Amazonas-Regenwald schützt.

»Ecosearch« unterstützt den Umweltschutz, seit einiger Zeit zusätzlich auch soziale Projekte, überwiegend in den USA. Die Suche stützt sich auf Google; Informationen über die Seitenbetreiber gibt es nur auf Englisch.

Die deutsche Seite »Afroo« setzt einen anderen Schwerpunkt: Hier werden soziale Projekte in Afrika unterstützt. Die Einnahmen gingen bisher an UNICEF; seit 2010 arbeiten die fünf Studenten, die die Suchmaschine ins Leben gerufen haben, mit dem Verein Viva Humanidad zusammen - weitere Informationen hier.

Und jetzt? Klicken Sie sich durch – und suchen Sie sich eine neue Startseite aus! Viel Spaß!

Veröffentlicht von: Anke von Legat

Dieser Beitrag wurde am 29.1.2010 um 07.00 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
We-Ha schrieb am 29.01.2010 16:24:

Ist dieser Beitrag als Satire zu werten ?

Es gibt sicherlich Bereiche, wo man auf einen Schlag deutlich mehr für die Umwelt tun kann ... zum Beispiel diese ganze StandBy Sachen. Mittlerweile habe ich meine komplette Gerätschaft auf Schaltsteckdosen 'gepropft'.

Benutze ich schwarzen Hintergrund mit weisser Schrift, geht das an meine optische Substanz und ich muss wieder zum Optiker, mir eine neue Brille anpassen lassen.
Dort belastet dann wieder dessen Computeranlage bei der Einmesserei, sowie die Herstellungsmaschinerie bei der Linsen- und Gestelleherstellung die Umwelt.
Auch die Banknotendruckerei belastet die Umwelt, muss sie ja die Scheine für meine neue Brille drucken.

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