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»Alle abschalten«

Umweltschützer kritisieren Stresstests für AKWs

<b>Empfindlich gegen Flugzeuge:</b> Keines der deutschen Atomkraftwerke würde einem Flugzeugabsturz standhalten - ergab der sogenannte »Stresstest«. Foto: Philipus

Empfindlich gegen Flugzeuge: Keines der deutschen Atomkraftwerke würde einem Flugzeugabsturz standhalten - ergab der sogenannte »Stresstest«. Foto: Philipus

Umweltschützer kritisieren die Ergebnisse der Stresstests für deutsche Atomkraftwerke.

Es könne nicht sein, dass keines der 17 geprüften AKWs einem Flugzeugabsturz standhält, Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) aber nur die vier ältesten Atommeiler abschalten will, heißt es in einer Erklärung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Auch die Uranfabriken in Gronau, in Lingen und im niederländischen Almelo seien nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert.

Nach BBU-Ansicht ist eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit dringend erforderlich.

Bei Großdemonstrationen wollen mehrere Tausend Atomkraftgegner am 28. Mai unter anderem in Bonn, Essen und Münster zu einer ernergiepolitischen Umkehr aufrufen. Bundesweit sind nach Angaben des Koordinationsbüros »Anti-Atom-Demo« 21 Großdemonstrationen mit Aktivisten aus Deutschland, Russland und Japan geplant.

Am 15. Juni läuft das Atom-Moratorium der Bundesregierung aus.

Nach der Katastrophe von Fukushima hatte die Bundesregierung die acht ältesten Atomkraftwerke in Deutschland vorübergehend abschalten lassen. Bereits am 6. Juni will die Regierung ihre Pläne dem Bundestag vorstellen.

»Uns reichen die Pläne der Bundeskanzlerin nicht«, sagte Jochen Stay von der bundesweiten Initiative »ausgestrahlt« dem epd.

Alle Kernkraftwerke müssten sofort abgeschaltet werden: »Auch in den neueren Anlagen kann jederzeit ein Unglück passieren.« epd

Dieser Beitrag wurde am 18.5.2011 um 12.26 Uhr veröffentlicht.

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