Vertriebenen-Stiftung
Steinbach will nicht verzichten

Monika Steinbach
Trotz heftiger Kritik hält die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BDV), Erika Steinbach, weiterhin an einem Sitz im Rat der Stiftung »Flucht, Vertreibung, Aussöhnung« fest.
»Ich kann nicht verzichten. Dann kann ich ja auch gleich als BDV-Präsidentin zurücktreten, weil ich die Interessen meines Verbandes schädige«, sagte die CDU-Politikerin am Samstag im rbb-Inforadio. Wenn sie die Interessen ihrer Organisation nicht wahr nehme, dann sei sie »falsch am Platz«, so Steinbach.
Das Präsidium des Bundes der Vertriebenen, hatte die CDU-Bundestagsabgeordnete für einen der drei dieser Organisation zustehenden Sitze im 13-köpfigen Stiftungsrat nominiert.
Dagegen regt sich massiver Widerstand in Polen und in den Reihen der FDP.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat angekündigt, einer Nominierung Steinbachs nicht zuzustimmen. Gegenüber seinem polnischen Amtskollegen Radek Sikorski hatte Westerwelle diese Haltung am Freitag nochmals bekräftigt.
Unionspolitiker unterstützen jedoch die Nominierung Steinbachs.
Diese will erst einmal Weihnachten vorübergehen lassen. »Im neuen Jahr wird man die Thematik wieder neu betrachten müssen«, sagte Steinbach.
Die nächste Präsidiumssitzung des Bundes der Vertriebenen finde Ende Januar statt. epd
Dieser Beitrag wurde am 19.12.2009 um 14.03 Uhr veröffentlicht.
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