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Trotz Spardruck

Lieberknecht verteidigt Staatsleistungen an Kirchen

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) will trotz Spardruck an den Staatsleistungen für Kirchen festhalten.

Die Beträge seien »überschaubar«, sagte sie dem Nachrichtenportal news.de in Leipzig. »Die Kirchen erfüllen als freie Träger einen wichtigen Bildungsauftrag und nehmen eine große karitative Verantwortung in unserer Gesellschaft wahr«, sagte Lieberknecht.

Das Geld sei kein Geschenk des Staates für die jeweilige Religionsgemeinschaft, sondern vielmehr »eine Unterstützung ihrer gesellschaftlich wichtigen Aufgaben, auf die der Staat nicht verzichten kann«, ergänzte die CDU-Politikerin und evangelische Theologin.

In Thüringen hätten die Zahlungen beispielsweise 2009 rund 20 Millionen Euro betragen.

Alle Bundesländer zusammen zahlen jährlich rund 460 Millionen Euro an die katholische und evangelische Kirche. Bei den Staatsleistungen an die Kirchen handelt es sich um Ausgleichszahlungen für die Enteignung von Kirchengütern während der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts.

Zuletzt hatte es in mehreren Bundesländern Kritik an den Zahlungen an die beiden großen Kirchen gegeben. epd

Dieser Beitrag wurde am 16.9.2011 um 05.37 Uhr veröffentlicht.

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