Kritik an SPD-Vorschlag
Katholische Laien gegen Öffnung der Ehe für Homo-Paare
In der katholischen Kirche gibt es Kritik an Pläne der SPD, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.
Ein solches Vorhaben stehe im Widerspruch zum Grundgesetz, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, in Bonn. Es gebe einen grundlegenden Unterschied zwischen einer Ehe und einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, da die Ehe von Mann und Frau potenziell auf Nachkommen angelegt sei.
»Wer diesen Unterschied verwischt, höhlt die Intention des Grundgesetzes aus, Ehe und Familie als in sich nachhaltige Lebensform besonders hervorzuheben«, argumentierte Glück.
Der Präsident der katholischen Laienbewegung reagierte damit die Ankündigung der SPD, sich im Bundestag dafür einzusetzen, dass gleichgeschlechtliche Paaren das Recht zur Eheschließung erhalten.
SPD-Politiker sprachen am Mittwoch von einem »logischen Schlusspunkt einer jahrelangen Entwicklung«.
Eine völlige rechtliche Gleichstellung der »Homo-Ehe« mit der Ehe im Steuer- und Adoptionsrecht sei nur eine Frage der Zeit, so die Abgeordneten.
Der Gesetzgeber solle sich »nicht der Peinlichkeit« aussetzen, mit Ehe und Lebenspartnerschaften zwei verschiedene Rechtsinstitute beizubehalten.
Inhaltlich stimmten SPD, FDP, Grüne und Linke in dieser Frage überein, teilten die SPD-Abgeordneten mit. Die Union sei »in ihrem Widerstand gänzlich isoliert« und solle sich daher »Gerechtigkeit und Gleichstellung« nicht weiter widersetzen. epd
Dieser Beitrag wurde am 16.12.2011 um 08.08 Uhr veröffentlicht.
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