Umfrage
Immer mehr Christen liebäugeln mit der FDP
Die FDP erhält einer Umfrage zufolge immer mehr Zulauf aus konfessionell gebundenen Wählerschichten.
Wie die »Welt am Sonntag« unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut Forsa berichtete, hat sich die Zahl der Kirchgänger unter den FDP-Anhängern in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Auf die Frage, ob sie regelmäßig in die Kirche gehen, antworteten demnach 1998 lediglich sechs Prozent der FDP-Anhänger mit Ja.
2002 waren es neun Prozent, 2005 zehn Prozent. Bei der Forsa-Befragung in diesem Jahr bejahten die Frage schließlich 13 Prozent.
»Im bürgerlichen Lager ist die FDP inzwischen eine Alternative zur Union«, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. Die konfessionelle Bindung werde im Wahlverhalten zunehmend relativiert.
FDP-Chef Guido Westerwelle, selbst bekennender evangelischer Christ, sagte dem Blatt: »Der Liberalismus ist eine Geisteshaltung, und genau diese Geisteshaltung wird von vielen Gläubigen ebenso unterstützt wie von anderen Bürgern, die der Religion kritisch begegnen.«
Die FDP sei »besser als ihr Ruf, was das Verhältnis zu den Kirchen angeht«, erklärte der Kirchenexperte der Liberalen. epd
Dieser Beitrag wurde am 20.4.2009 um 08.09 Uhr veröffentlicht.
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