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Einsatz in Altenheimen oder Sportvereinen?

Gemeinnützige Arbeit für Langzeitarbeitslose

Hannelore Kraft

Hannelore Kraft

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Hannelore Kraft will Langzeitarbeitslose für gemeinnützige Arbeit etwa in Altenheimen oder Sportvereinen einsetzen.

»Wir müssen so schnell wie möglich einen gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt aufbauen«, sagte die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten für die nordrhein-westfälische Landtagswahl im Mai dem Nachrichtenmagazin »Der Spiegel«. Kritik äußerten in NRW die CDU-Politiker Karl-Josef Laumann und Andreas Krautscheid.

Hartz-IV-Empfänger ohne Aussicht auf reguläre Arbeit sollten die Chance bekommen, »im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Gesellschaft etwas zu leisten«, sagte Kraft.

Als Lohn für die langfristige Beschäftigung in gemeinnützigen Jobs reiche ein »symbolischer Aufschlag auf die Hartz-IV-Sätze«, der ohne Mehrkosten für den Staat realisierbar sei.

»Wir müssen endlich ehrlich sein: Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regulären Job finden«, sagte die SPD-Politikerin zur Begründung. Diese Menschen bräuchten ein neues Angebot, das ihnen eine »würdevolle Perspektive« gebe.

Zuvor hatte bereits die Diakonie den Aufbau eines sozialen Arbeitsmarktes gefordert, damit Erwerbslosen sinnvolle Beschäftigungsangebote gemacht werden können.

NRW-Arbeitsminister Laumann nannte es »unerträglich«, dass Kraft einem Viertel der rund 570.000 Hartz-IV-Empfängern keine Chance mehr einräume.

»Damit schreibt die SPD-Vorsitzende fast 150.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen ab«, erklärte der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) am Samstag in Düsseldorf.

Kraft sollte vielmehr für weitere Kombilohnjobs werben. Über 12.000 ehemals Langzeitarbeitslose hätten über dieses Instrument einen Job gefunden.

Der designierte Generalsekretär der NRW-CDU, Andreas Krautscheid, sprach von einer Kapitulationserklärung gegenüber allen arbeitsuchenden Menschen.

Statt Vorschläge aus der FDP zu kopieren und Langzeitarbeitslose »im Frühling Straßen fegen« zu lassen, müsse Kraft eigene Ideen und Kozepte entwickeln. epd

Dieser Beitrag wurde am 8.3.2010 um 07.59 Uhr veröffentlicht.

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